11 goldene Regeln für den Rücken

Sportarten mit schnellen, ruckartigen Bewegungsabläufen (Skifahren, Golf, Tennis, Fußball) belasten den Rücken. Was ihm guttut? Schwimmen, Radfahren, Walken und Rudern – vorausgesetzt, die Technik stimmt.

Sportarten mit schnellen, ruckartigen Bewegungsabläufen (Skifahren, Golf, Tennis, Fußball) belasten den Rücken. Was ihm guttut? Schwimmen, Radfahren, Walken und Rudern – vorausgesetzt, die Technik stimmt.

Rückenschmerzen sind hierzulande das Volksleiden schlechthin – beinahe jeder Zweite ist betroffen. Was Rückenexperte Dietrich Grönemeyer Betroffenen empfiehlt.

1. Legen Sie rechtzeitig los

Nehmen Sie leichte Schmerzen nicht einfach auf die leichte Schulter – meist kommen diese wieder und gewinnen zunehmend an Intensität. Werden Sie deshalb sofort aktiv!

2. Bleiben Sie in Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist der Schlüssel zu einem langen, gesunden Leben. Bleiben Sie deshalb ein Leben lang in Schwung – gehen Sie ruhig langsam vor, aber hören Sie nie auf, aktiv zu sein.

3. Dehnen und bewusst atmen

Gewöhnen Sie sich an, sich noch vor dem Aufstehen zu dehnen. Strecken und rekeln Sie sich – atmen Sie dabei bewusst ein und aus.

4. Übernehmen Sie Verantwortung

Ihre Gesundheit liegt in Ihren Händen – geben Sie die Verantwortung dafür keinesfalls ab. Ärzte können helfen, beraten und behandeln, sind dabei aber auf Ihre Mithilfe angewiesen.

5. Gesunde Ernährung

Reduzieren Sie Backwaren, Brot, Kuchen, Limonaden, Alkohol und rotes Fleisch, um einer Übersäuerung vorzubeugen. Was dem Rücken schmeckt? Mango und Ananas heben die Stimmung, Zitronenwasser entsäuert und Ingwertee spendet Energie.

6. Achten Sie auf Ihr Gewicht

Übergewicht belastet den Rücken.

7. Leben in Balance

Gönnen Sie sich Pausen. Am besten entspannt der Rücken übrigens im Liegen mit einer entlastenden Knierolle unter den Beinen. Tipp: Ein geregelter Tagesablauf verhindert Stress – den Rücken freut’s.

8. Auszeit für den Rücken

Tun Sie Ihrem Rücken etwas Gutes: Gehen Sie zur Massage, zum Tapen oder zur Faszientherapie.

9. Führen Sie ein Schmerztagebuch

Rückenschmerzen sind Ihnen bereits ein Begriff? Schreiben Sie genau mit: Wann und wobei tut der Rücken weh? Wie äußert sich der Schmerz? Was verstärkt, was verbessert ihn? Das trägt zur Ursachenforschung bei und hilft, die passende Therapie zu finden.

10. Vier Strategien gegen den Schmerz

Universelles Heilmittel bei Rückenschmerzen gibt es – leider – keines. Diese vier Strategien lindern das Leid:
• Von leicht nach schwer: Um unnötige Risiken zu vermeiden, beginnen Sie mit leichten Behandlungen. Bleiben sie ohne Erfolg, gehen Sie einen Schritt weiter.
• Grundlage: Um den Schmerzkreislauf zu durchbrechen, muss der Betroffene wieder die Erfahrung machen, Bewegungen schmerzfrei durchzuführen. Erfolgreiche Schmerztherapie hilft, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
• Kälte oder Wärme: Akute Entzündungsschmerzen sprechen auf Kälte an, chronische Schmerzen auf Wärme.
• Medikamente: Um eine Chronifizierung und die Entstehung eines Schmerzgedächtnisses zu vermeiden, werden Schmerzmittel eingesetzt.

11. Nach einer Operation

In den seltensten Fällen muss operiert werden. Falls doch, ist es sinnvoll, durch Krankengymnastik, Osteopathie, Massagen, Akupunktur und
sonstige konservative Maßnahmen wie Wärmebehandlungen den Genesungsprozess zu unterstützen.

Buchtipp:

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer: Mein großes Rückenbuch – Wie Sie Ihren Schmerz besiegen. ZS-Verlag (2017), € 25,70.

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer: Mein großes Rückenbuch – Wie Sie Ihren Schmerz besiegen. ZS-Verlag (2017), € 25,70.

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