Psychosomatik: Signale des Körpers richtig deuten

Psychosomatik: Signale des Körpers richtig deuten

Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und mehr: Diese Krankheiten werden oft durch psychische Probleme ausgelöst.

Bluthochdruck

Im übertragenen Sinne tut der Blutdruck der Betroffenen genau das, was sie selbst verspüren: Sie fühlen sich durch Erwartungen unter zu großen Druck gesetzt. Diese Menschen sind meist perfektionistisch und neigen zu cholerischem Verhalten, da sie ihre Gefühle lange unterdrücken. Auf seelischer Ebene kann Bluthoch- druck am effektivsten behandelt werden, in- dem die Erkrankten herausfinden, was hinter ihren starken Gefühlsausbrüchen steht. Ein nachsichtiger Umgang mit sich selbst kann Wunder wirken.

Bronchitis

Bei einem Konflikt im näheren Umfeld, dem man sich nicht entziehen kann, kann die Seele versuchen, sich über eine Bronchitis, also starken Husten, Gehör zu verschaffen. Erkrankungen der Atemwege haben oft mit Abgrenzung zu tun. Sie stehen symbolisch für die zu eng gewordenen Kommunikationsbahnen im zwischenmenschlichen Bereich. Der Husten steht für etwas, was man seinem Umfeld nicht preisgibt, ob- wohl man es sich eigentlich wünscht. Husten und Bronchitis lösen sich, wenn der Erkrankte lernt, Konflikte bewusst einzugehen und auch im engsten Umfeld liebevoll Kritik zu äußern.

Hauterkrankungen

Die Haut isoliert unseren Körper von der Außenwelt und ist damit das Organ der Abgrenzung. Gerade Neurodermitis kann anzeigen, dass das Bedürfnis nach Nähe oder Distanz zu anderen Menschen aus dem Gleichgewicht gekommen ist.

Kopfschmerzen

Die Ursache liegt zumeist in einer emotionalen (An-)Spannung, einer überfordernden Situation oder ei- nem inneren Konflikt. All das kann sich auf das muskuläre System, den Hormonhaushalt sowie die Blutversorgung auswirken und dadurch zu Kopfschmerzen führen. Auch eine Situation, die Kopfzerbrechen bereitet, wird früher oder später in Schmerzen resultieren. Hilfreich: für Entspannung auf allen Ebenen sorgen! Also mit Unangenehmem aufräumen, Aufgeschobenes erledigen, Situationen klären, offene Konflikte führen und sich selbst verzeihen.

Magenprobleme

Magen und Darm sind besonders anfällig für unterdrückte Ängste und Ärger, aber auch Kränkungen, die einem auf den Magen schlagen. Diese Gefühle können sich schnell über den gesamten Verdauungstrakt verbreiten
und dort für Schmerzen und Blockaden sorgen. Wer einen „Reizmagen“ hat, tut oft vieles, um zu gefallen, und neigt zu vorauseilendem Gehorsam. Er zeigt nur selten, was er wirklich denkt und fühlt. Vieles stößt ihm sauer auf, doch nur selten findet er eine Möglichkeit, sich so richtig „auszukotzen“. Gelingt es dem Betroffenen, seine Emotionen zum Ausdruck zu bringen, verschwinden auch die Magenbeschwerden.

Rückenschmerzen

Treten sehr häufig bei verdrängten Gefühlen auf. Die Gründe dafür sind zumeist auf einen seelisch empfundenen Druck zurückzuführen, der nicht abgebaut wird und sich deshalb als Verspannung in der Muskulatur des Rückens niederschlägt. Ziel ist es, Haltung zu bewahren und aufrecht durchs Leben zu gehen. Zu Nackenverspannungen kommt es häufig durch Stress in der Arbeit, Angstzustände oder Beziehungsprobleme. Schmerzen im Schulterbereich deuten meist auf eine Überlastung hin.

Schlaf- und Rastlosigkeit

Tritt häufig bei Zeitdruck oder übermäßigen Begierden (Eifersucht, Liebeskummer) auf. Einschlafprobleme haben auch mit der Angst vor Kontrollverlust oder zu hohen eigenen Ansprüchen zu tun. Wer das Gefühl hat, nicht alles erledigt zu haben, kann nicht abschalten. Wer auf spiritueller Ebene „wach“, also be- wusst und achtsam ist, hat kaum Probleme, sich beim Zubettgehen fallen zu lassen. Schlaflosigkeit ist demnach als Zeichen des Körpers zu verstehen, im geistigen Sinne zu erwachen.

Schnupfen

Dazu kommt es häufig, wenn man „die Nase voll von etwas hat“ und überarbeitet, erschöpft oder entnervt ist. Vor allem in Lebenssituationen, in denen man keinen Ausweg mehr sieht, ist der Schnupfen ein hilfreiches Mittel der Seele, um sich alle Welt vom Leib zu halten und die benötigte Auszeit zu nehmen.

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