Und, wie geht’s Ihrem Darm so?

Lust aufs LEBEN-Chefredakteurin Kristin Pelzl-Scheruga

Lust aufs LEBEN-Chefredakteurin Kristin Pelzl-Scheruga

Chefredakteurin Kristin Pelzl-Scheruga weiß, worüber man jetzt spricht.

Vor ein paar Jahren noch undenkbar, gilt es nun als hip, sein Innerstes nach außen zu kehren: der Darm und seine Bewohner – Milliarden von Bakterien, Mikroben, Pilze und Viren – sind unter Gesundheitsaffinen die Top-Gesprächsthemen. Man plaudert über Laktose-Intoleranzen und Flatulenzen so selbstverständlich wie über das Wetter. Und Aufenthalte in F.X. Mayr-Kliniken boomen wie Kreuzfahrten.

Hippokrates (450 v. Chr), berühmtester Arzt des Altertums, hat wahrscheinlich Schluckauf im Grab. Denn er warnte bereits seinerzeit: „Der Tod sitzt im Darm.“ Positiv formuliert: Du bist so fit wie deine Eingeweide. Nur hat das lange Zeit niemanden gekratzt. Erst in den vergangenen Jahrzehnten ist auch das wissenschaftliche Interesse an unserem größten Organ gestiegen und Forscher konnten den gewichtigen Einfluss des Darms auf unser Immunsystem, viele Erkrankungen, ja sogar auf unser Denken und unsere Psyche beweisen.

Jetzt ist es so: Wenn’s irgendwo zwickt, liegt das sicher am Darm. Ob Kopfschmerzen, Allergien, Energiemangel, Depression oder Schlafstörungen: schuld sind die Darmbakterien. Auch Übergewicht ist darmgemacht. Menschen mit Gewichtsproblemen haben zu viele Dickmacher-Bakterien im Bauch. Zum Glück kann man diese Übeltäter mit der richtigen Ernährung durch Schlankmacher-Bakterien ersetzen (wie das genau funktioniert, erfahren Sie in unserer aktuellen Coverstory, Lust aufs LEBEN, Februarausgabe 2017) und dann läuft das Abnehmen quasi wie geschmiert.

Tipp: Mit Abspeck-Programmen wie „Metabolic Balance“, „5 Faktor“ oder „DASH“ outen Sie sich als „very last season“. Trendsetter gesunden Lifestyles investieren in Stuhlproben, reichern ihre Nahrung mit probiotischen Kulturen an und schlagen Einladungen nach 18 Uhr mit der eleganten Begründung aus: „Sorry, aber ich bin auf Darm-Diät.“