Achtsam abnehmen

Achtsam abnehmen

Was Sie über achtsame Ernährung wissen müssen, wenn Sie abnehmen und schlank bleiben wollen.

Abnehmen und schlank bleiben ohne zu hungern – ja, das geht. Zahlreiche Studien beweisen, dass es nicht rein darauf ankommt, wie viele Kalorien wir zu uns nehmen. So zeigen die Studien von Andrew Greenberg, Wissenschaftler an der Tufts Universität in Boston zum Beispiel, dass es sehr stark auch von anderen Faktoren abhängt, ob wir zu- oder abnehmen. Entscheidend sei laut Greenberg, welche Lebensmittel auf dem Teller landen - weil manche einfach schneller dick machen als andere. Dazu gehören stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln sowie Weißmehlprodukte und Zucker. Unterstützend wirken sich laut Greenbergs Forschungen hingegen Gemüse, Obst, Nüsse und Joghurt auf den Körperumfang aus.

Außerdem gibt es so etwas wie eine "Gehirn-Bauchfett-Verbindung" ("brain-bellyfat-connection"). Das bedeutet, dass die Gehirnfitness bzw. die mentale Gesundheit mit der Entstehung von Bauchfett in Verbindung steht. Vor allem Stress blockiert das Wohlfühlgewicht am meisten. Wer also einen getriebenen Lebensstil pflegt und sich selbst auch noch in puncto Abnehmen unter Druck setzt, erreicht nicht, was er bzw. sie sich wünscht.
Wir zeigen Ihnen jene Faktoren, mit denen Sie auf ganzheitlicher Ebene die optimalen Voraussetzungen für Ihre Wunschfigur schaffen – emotional, körperlich und mental:

Ausreichend schlafen

Ghrelin ist das sogenannte "Hungerhormon" und Leptin der "Appetithemmer". Beide stehen mit dem Schlaf-Wachrhythmus in Zusammenhang. Studien belegen, dass wenig Schlaf den Ghrelin-Spiegel in die Höhe schnellen und den Leptin-Spiegel unverändert lässt. Und: Je größer die Ghrelin-Konzentration, desto größer auch der Hunger – vor allem auf süße, salzige und stärkehaltige Lebensmittel! Außerdem setzt Schlafmangel die Leistungsfähigkeit herab und den Stresspegel hinauf. "Abnehmen im Schlaf" ist also kein Mythos!

Viel Bewegung, weniger Appetit

Hunger lässt nach, je mehr wir uns bewegen. Denn: Im Hypothalamus befinden sich Neuronen, die den Appetit unterdrücken und hitzeempfindlichen reagieren. Steigt die Körpertemperatur durch Bewegung an, feuern diese Neuronen. Im Tierversuch mit Mäusen zeigte sich, dass die Nager deutlich weniger Futter zu sich nahmen, nachdem diese Gehirnareale aktiv wurden. Sicherlich werde Sie es selbst auch schon beobachtet haben, dass nach dem Training die Energiereserven zwar wieder aufgefüllt werden wollen, der Hunger aber nicht so groß ist wie an so manchen anderen Tagen, die man körperlich untätig auf der Couch oder am Schreibtisch verbringt.

Achtsam essen

Unachtsame Essgewohnheiten manifestieren sich schnell in Kilogramm. Zum Beispiel, wenn wir unhinterfragt aufessen, was auf dem Teller ist, während des Kochens eine halbe Portion oder mehr verkosten, aus Langeweile essen oder während des Arbeitens am Schreibtisch stressgetrieben hineinstopfen, einfach, um gegessen zu haben. Wer bewusst isst und genießt, hat also schon halb gewonnen!

Das Gehirn neu programmieren

Magisch wirkt auch, über einen längeren Zeitraum die Ernährungsgewohnheiten so umzustellen, dass neue Reiz-Reaktionsmuster im Gehirn gebildet werden können und das Verlangen ("Craving") als Form der klassischen Konditionierung verschwindet. Wer zum Beispiel vor dem Meeting am Arbeitsplatz immer Pizza isst, löst jedes Mal in dieser Situation auf körperlicher Ebene ein Verlangen nach Pizza aus. Was dagegen hilft, ist, neue Gewohnheiten zu schaffen.

Keine strikten Essensregeln oder Verbote: einfach zu Lebensmitteln greifen, nach denen es einen gelüstet – und dabei auch noch abnehmen? Warum Ernährungsexpertinnen das „intuitive Essen“ für den Königsweg halten, um sich im Körper wohl zu fühlen und gesund zu sein – ohne Diät, Stress oder Hungergefühl – lesen Sie in der Juni-Ausgabe des Lust aufs LEBEN-Magazins!
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