Entspannt in den Tag mit Yoga

Yoga stärkt die mentale und körperliche Gesundheit.

Yoga stärkt die mentale und körperliche Gesundheit.

Anti-Stress-Yoga. Loslassen und dabei den Körper trainieren – genau das kann man mit Yoga, wie Doktor Yoga Gründerin Viktoria Ecker verrät.

Ein guter Tag beginnt (oder endet) mit Yoga: Bei den Übungen (genannt Asanas) lässt es sich besonders gut abschalten. Warum und wie, verrät Yogalehrerin Viktoria Ecker.

Warum ist Yoga so gut zum Entspannen geeignet?

Ecker: Yoga bietet für unterschiedliche Personentypen verschiedene Stile und Techniken. In den meisten Yoga-Stilen wird sehr auf die Atmung geachtet. Verlängerte, tiefe Atmung wirkt beruhigend und Stresshormone im Blut werden abgebaut. Studien haben gezeigt, dass Personen, die regelmäßig Yoga üben, ein höheres Level des Neurotransmitters GABA aufweisen und sich dadurch besser, ruhiger und insgesamt wohler fühlen.

Welche Yoga-Stile sind zum Entspannen geeignet?

Ecker: Alle Stile! Manchmal braucht man etwas Ruhiges, um runterzukommen, manchmal muss man sich auspowern, um abschalten zu können. Im Vinyasa-Flow-Yoga üben wir körperlich fordernde, schweißtreibende Yogahaltungen, gefolgt von beruhigenden Übungen und einer Tiefenentspannung am Ende. In unseren Relax-Stunden (Yin Yoga, Restorative Yoga, Meditation) hingegen üben wir rein passive Haltungen, die lange gehalten werden. Um entspannen zu können, ist wichtig, dass man nicht in Positionen geht, in denen man sich unsicher fühlt. Vielmehr sollte man sich Zeit lassen und Spaß am Lernen haben. Der Effekt ist sogar besser, als wenn man versucht, schnell etwas zu erreichen.

Ihr Studio heißt Doktor Yoga – eine Anspielung auf die gesundheitsfördernde Wirkung. Was bewirkt Yoga?

Ecker: Sehr viel. Denn es entspannt und man weiß mittlerweile, dass Stress viele Krankheiten auslösen kann – wobei man zwischen positivem und negativem Stress unterscheiden muss. Ein bisschen Stress brauchen wir, aber wenn es zu viel wird bzw. dieser als negativ empfunden wird oder permanent anhält, sind die Entzündungswerte im Körper erhöht. Verspannungen, Rückenbeschwerden oder Bandscheibenvorfälle bis hin zu Diabetes – das alles kann daraus resultieren. Yoga ist zwar kein Allheilmittel, aber es hilft vorbeugend. Je nach Yoga-Stil wird auch das Herz-Kreislauf-System gestärkt.

Welche Sportarten passen ergänzend zu Yoga?

Ecker: Yoga ist ein Gesamtpaket von Ausdauer-, Kraft-, Flexibilitäts- und Balancetraining und trainiert den ganzen Körper. Wenn man will, kann man Yoga gut mit Ausdauertraining kombinieren. Wir Wiener gehen ohnehin viel zu Fuß. Wer dann noch mehr machen möchte, kann zusätzlich Rad fahren, bergwandern oder laufen.

Wie oft sollte man pro Woche Yoga machen?

Ecker: Von ein- bis zu sechsmal – wie es die Zeit zulässt. Wenn man einmal keine Zeit hat, in eine Stunde zu gehen, kann man zu unseren YouTube-Videos trainieren. Auch eine Stunde alleine zu Hause ist möglich, viele brauchen aber Gruppen, um sich zu motivieren.

Gibt es neue Yoga-Trends?

Ecker: Früher war Yoga sehr traditionell, mit fix vorgegebenen Serien und Positionen. Heute fällt der Leitungsdruck weg, jeder macht es, so gut er kann. In unseren Studios zeigen wir Übungsvarianten für alle Levels vor. Außerdem spielen wir – wie Tara Stiles – moderne Musik wie Jazz, Pop oder Elektro bis hin zu Klassik zum Training.

Die Expertin:

Mag. Viktoria Ecker, Yogalehrerin, Gründerin von Doktor Yoga (Studios in 1010 und 1060 Wien), Infos: www.doktoryoga.com

Mag. Viktoria Ecker

Mag. Viktoria Ecker

Den Sonnengruß zum Nachmachen finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Lust aufs LEBEN (April-Ausgabe 2017).