Ernährung 2017: Was auf uns zukommt

Ernährung 2017: Was auf uns zukommt

Bisher verbindet man mit amerikanischem Essen Burger-Ketten und Fast-Food-Lokale. Doch in den USA geht der Trend nun in eine völlig andere Richtung: Man will gesünder und nachhaltiger essen. Viele Restaurant-Ketten verzichten auf Eier aus Käfig-Haltung, setzen auf regionale Zutaten und ersetzen Burger-Brötchen durch Salat-Blätter. Einige Lokale wie „Chipotle“ haben sich sogar dazu verpflichtet, auf künstliche Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe oder genveränderte Produkte zu verzichten. Dem Trend folgen natürlich auch viele Food-Blogger auf Instagram. Wir haben die aktuellen Food-Trends aus Amerika zusammengefasst:

Die Milch kommt von der Nuss

Immer mehr Menschen leiden an einer Laktose-Intoleranz und greifen zu laktosefreien Alternativen. Doch noch beliebter sind Varianten wie Soja-, Mandel- oder Hafermilch. In den USA gibt es sogar schon Sorten aus Walnuss, Pistazie und Cashew. Doch oft sind Milch-Alternativen sehr teuer und nicht mal so gesund: Soja- und Getreidemilch (wie z.B. Hafermilch) enthalten meist Verdickungsmittel, Konservierungsstoffe und viel Zucker – somit schaden diese eher der Gesundheit. Wer dem Trend folgen möchte, sollte also lieber zu Nuss- oder Kokosmilch greifen.

Sie vertragen keine Kuhmilch? Nussmilch ist eine gute Alternative: Diese enthält Vitamine, Mineralstoffe und gesunde Fettsäuren.

Seetang ist der neue „Kale“ (Grünkohl)

Während Kale (Grünkohl) bislang noch das Trend-Gemüse in den USA war, schwören nun alle auf Nori-, Wakame- oder Komu – Algen in jeglicher Form. Die Fitmacher aus Asien stecken voller gesunder Inhaltsstoffe ( Vitamin A,C,E, Zink und Jod). Zudem wirkt Seetang positiv auf Magen und Darm und stärkt die Abwehrkräfte. Der leicht salzige und fischige Algen-Geschmack mag für den einen oder anderen gewöhnungsbedürftig sein: Daher passen diese wohl am besten zu Sushi, Maki oder als Salat mit Sesam.

Algen-Salat mit Sesam und Soja-Sauce: Dieser kalorienarme Snack ist ein hervorragender Jod-Lieferant.

Caprese? Jetzt ist Krautsalat in!

Fermentierte Lebensmittel, wie Essiggurken oder Sauerkraut galten bislang eher als blähendes Übel. Jetzt nicht mehr: In den USA sind Cole Slaw (Krautsalat) und Mixed Pickles (eingelegtes Gemüse) jetzt eine beliebte Beilage zu Burger und Steak. Fermentierte Lebensmittel liegen nicht nur im Trend, sondern sind auch gesund: Sie sorgen für ein ausgewogenes Milieu in unseren Verdauungsorganen und sind wichtig für die Darmgesundheit. Eine gesunde Darmflora wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus und verhindert das Eindringen von Keimen und Viren. Wer Abwechslung von Sauerkraut sucht, sollte koreanisches Kimchi (eingelegter Chinakohl mit Chili) kosten.

Lust auf koreanisches Kimchi? Der eingelegte Chinakohl enthält Senföle, die das Risiko für bestimmte Krebs-Erkrankungen senken können.

Zoodles statt Noodles

Pasta aus Hartweizen? In den USA setzt man jetzt auf Low-Carb-Spaghetti. Besonders beliebt sind „Zoodles“ (Nudeln aus Zucchini), die pro 100 Gramm nur 2,2 Gramm Kohlenhydrate und lediglich 19 Kilokalorien enthalten. Doch nicht nur Zucchini, auch rote Rüben, Spagetthi-Kürbis und Karotten werden mit dem Spiralschneider zum Pasta-Ersatz. Zu den Gemüse-Nudeln gibt es Pesto und Saucen, Fisch oder Fleisch – gesund, kalorienarm und leicht.

Gebacken wird lila

Eine der beliebtesten Zutaten für Süßspeisen ist in den USA derzeit die lila-farbene Yams-Knolle, genannt Ube. Yamswurzeln enthalten zahlreiche Mineralien und Vitamine, die Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen und vor Krebs schützen. In der TCM wird die Knolle vor allem bei Frauen während der Menstruationsblutung eingesetzt, da sie hilft, Krämpfe der Muskulatur zu lindern – und bei Wechselbeschwerden. Geschmacklich ähnelt die Yamswurzel einer Süßkartoffel und gilt in den USA als neue Lieblingszutat für Käsekuchen, Eis und Donuts.

„Bowls“ (Schüsseln) statt Teller

Traditionelles Essen mit Teller, Messer und Gabel? Viel zu umständlich, außerdem verursacht es mehr Abwasch. Die Amerikaner setzen daher auf diesen neuen Trend: Essen aus der Schüssel! In der Schale scheint alles irgendwie besser portioniert, appetitlicher, überschaubar. Doch nicht nur Suppen oder Salate, sogar Smoothies werden aus der Schüssel gegessen. Und die Bowl-Rezepte sind nicht nur einfach, sondern vor allem auch gesund: Besonders beliebt ist die „Buddha-Bowl“: Gemüse, kombiniert mit einer Eiweiß-Quelle (z.B. Tofu, magere Fleisch- oder Fischsorten), Getreide bzw. Pseudo-Getreide (z.B. Quinoa, Buchweizen und Hirse), Nüssen, Samen und Dressing (z.B. Tahini).