Kohlenhydrate verlängern das Leben

Kohlenhydrate verlängern das Leben

Von wegen ungesund: Eine australische Studie hat gezeigt, dass Kohlenhydrate jung halten.

Zwar erfreuen sich Low-Carb Diäten großer Beliebtheit, doch das bedeutet nicht, dass die kohlenhydratamre Ernährung der ernährungstechnischen Weisheit letzter Schluss ist.
Eine neue Studie hat jetzt nämlich herausgefunden, dass Menschen, die auch regelmäßig Reis, Kartoffeln und Nudeln essen, sich über ein längeres Leben freuen.
So lief die Studie ab: Über eine Dauer von 25 Jahren hinweg begleiteten die Forscher 15.500 Erwachsene zwischen 45 und 64 Jahren. Die Teilnehmer wurden vor Beginn der Studie untersucht und sollten davor, sowie nach sechs Jahren einen Fragebogen zu ihrem Essverhalten ausfüllen. Bei den Erhebungen wurden weitere Faktoren wie demografischer Hintergrund, Bildungsstand, Einkommen, sportliche Aktivität, gesundheitliche Einschränkungen und Tabakkonsum berücksichtigt.

Ideal: 50 Prozent Kohlenhydrate

Die Erkenntnis: Wer seine tägliche Kalorienzufuhr durch weniger als 30 Prozent Kohlenhydrate deckte, hatte ein um 20 Prozent erhöhtes Sterberisiko!
Zuviel ist auch nicht gut: Bestand die Nahrung zu mehr als 65 Prozent aus Kohlenhydraten, stiegt damit auch das Sterberisiko an – nämlich gleich um ganze 23 Prozent.
Was die Forscher empfehlen: 50-jährige Teilnehmer, die ihre Energiezufuhr zu 50 bis 55 Prozent aus Kohlenhydraten deckten, konnten sie sich noch auf 33 Jahre Lebenszeit freuen. Diese Gruppe wies das niedrigste Sterberisiko auf. Wer also lange und gesund leben möchte, sollte etwa die Hälfte des Tagesbedarfs mit Reis, Nudeln und Co. decken.

Vegetarier die Ausnahme

Eine Ausnahme stellten allerdings die Vegetarier dar: Sie konnten selbst bei wenigen Kohlenhydraten ihr Sterberisiko um 18 Prozent senken. Fleischesser hingegen erhöhten dieses um 18 Prozent. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass tierischen Fette Entzündungen innerhalb des Körpers fördern und so durch oxidativen Stress die biologische Alterung zu beschleunigen.