Welternährungstag am 16. Oktober

Welternährungstag am 16. Oktober

Die Österreicher konsumieren am meisten Fleisch in der EU. Die Folgen für die Umwelt sind enorm: Darum sollten wir alle wenigre davon essen.

Mit über 100 Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr haben ÖsterreicherInnen den höchsten Fleischverbrauch in der EU. Zum Vergleich: Der weltweite Durchschnitt an Fleischverbrauch liegt bei 42 kg, Personen in Afrika verbrauchen im Schnitt nur 19 kg Fleisch pro Jahr. Dieser enorme Überkonsum an tierischen Nahrungsmitteln ist nicht nur gesundheitlich problematisch. Er hat auch globale Auswirkungen.

Fleischproduktion ruiniert die Umwelt

Insbesondere die Produktion der Tier-Futtermittel nimmt enorme Flächen in Anspruch. Die Erzeugung eines Kilogramms Rindfleisch benötigt etwa 27 m² an Fläche, ein Kilogramm Schweinefleisch knappe 9 m² und ein Kilogramm Geflügel schlägt auch noch mit 8 m² zu Buche. Im Vergleich: ein Kilogramm Erdäpfel benötigt gerade einmal 0,25 m².


Fleisch macht zwar nur neun Prozent unserer gesamten Ernährung aus, verursacht aber 43 Prozent der ernährungsbedingten Treibhausgas-Emissionen und heizt somit die Erderwärmung weiter an.
Klimawandel kennt aber keine Grenzen: Obwohl wir durch unseren „westlichen“ Lebensstil viel mehr dazu beitragen, trifft er jene Menschen viel stärker, die in Entwicklungsländern als Bauern sich und ihre Familien selbst mit ihrer Landwirtschaft versorgen und für die die Folgen des Klimawandels wie Extremwetterereignisse existenzbedrohend sind.

Weniger Fleisch essen hilft

Die Empfehlung des WWF: Weniger und hochwertigeres Fleisch konsumieren und regionale, saisonale und biologische Produkte kaufen. Würden sich die Österreicherin und der Österreicher an die Empfehlungen des BMGs für eine gesunde Ernährung halten, würde das eine Verringerung der Treibhausgas-Emissionen um 22 Prozent und eine Flächeneinsparung von 28 Prozent bedeuten. Weitere zusätzliche Potenziale wie durch „saisonal-regional-bio-fairtrade“ oder eine Reduktion der Lebensmittelverschwendung entlang der Wertschöpfungskette sind hier noch nicht miteingerechnet.