Ein feines Wässerchen? Die Heilkraft des Wassers liegt im Detail

Ein feines Wässerchen? Die Heilkraft des Wassers liegt im Detail

Wasserkannen mit Hightech-Filtern, bunte Steine im Trinkwasser oder gleich eine Enthärtungsanlage im Haus ‒ wir tun so einiges, um unser Leitungswasser zu veredeln. Doch wie erkennt man qualitativ hochwertiges Wasser überhaupt und wie kann man die Kräfte des Wassers am besten für sich nutzen?

Schmeckt’s salzig oder hart? Verschiedene Minerale im Wasser sorgen für die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen des Wassers. Und diese Minerale ergeben sich wiederum aus der Zusammensetzung des Gesteinsbodens und der Tiefe, aus der die Quelle sprudelt. Zwischen dem Moment, in dem das Wasser die Quelle verlässt und dem Augenblick, in dem es in unserem Trinkglas landet, vergeht allerdings eine Weile. Deswegen werden bei Qualitätsmessungen in den letzten Jahren verstärkt, neben dem Wasser selbst, auch die Anlagen, also etwa Behälter und Leitungen unter die Lupe genommen.

Wassertrends ‒ gesund oder Schmarrn?

Da kann schnell der Eindruck entstehen, dass man als Endverbraucher die Wasserqualität verbessern kann. So sollen Steine in der Wasserkaraffe die Genießbarkeit steigern. Doch es steckt wenig dahinter, so Franz Mascher, Bereichsleiter des Wasserlabors am Institut für Hygiene der Medizinischen Universität Graz: „Aus naturwissenschaftlicher Sicht haben Steine, die man in den Wasserkrug legt, keinen Einfluss auf die Wasserzusammensetzung. Wenn man sie schon hineingibt, dann sollten sie aber auf jeden Fall sauber sein.“

Und wie steht es um die Wirkung von lauwarmem Wasser auf nüchternen Magen, das die Verdauung ankurbeln soll? Franz Mascher rät vom erwärmten Wasser aus der Leitung ab: „Bei Wasser aus dem Boiler ist die Gefahr für mikrobiologische Veränderungen viel größer. Bei rund 20 Grad kaltem Wasser aus der Leitung ist man hingegen auf der sicheren Seite. Daher besser das kalte und frische Wasser verwenden und im Wasserkocher anwärmen.“

Wertvolle artesische Brunnen

Das Wasser soll also lieber nicht in der Leitung gewärmt werden und die „großen Steine” im Boden haben mehr Auswirkungen auf die Wasserqualität als die kleinen im Trinkglas. So manches Erdreich filtert das Wasser besonders günstig, so Wasserexperte Mascher: „Eine Besonderheit stellen die sehr wertvollen artesischen Brunnen dar, die eine sehr hohe Wasserqualität aufweisen. Diese Quellen liegen extrem tief, das Wasser ist vor Verunreinigungen besser geschützt und durchfließt viele Gesteinsschichten.“

Wasserglück in der Oststeiermark

Genau solche artesischen Brunnen kommen auch in der Oststeiermark vor. Aus einer dieser Quellen bezieht die Heiltherme Bad Waltersdorf ihr Wasser, dessen wohltuende Wirkung man bei einem Badetag selbst erleben kann. Aus bis zu 1,4 Kilometern Tiefe werden täglich bis zu 1,9 Millionen Liter Wasser in die 14 Thermalbecken geleitet. Um die gesundheitsförderlichen Eigenschaften des Thermalwassers ständig zu gewährleisten, werden die Becken sogar mehrmals täglich komplett frisch befüllt. Ein Glück, denn so können die Gäste jederzeit den positiven Einfluss des Heilwassers auf Haut, Beweglichkeit, Gelenke, Muskulatur und nicht zuletzt auf die Stimmung in der Heiltherme erleben.

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