Biologe rät zu Waldspaziergängen

Biologe rät zu Waldspaziergängen

Immunsystem versus Coronavirus: Wie Waldbaden jetzt der Gesundheit hilft.

Immer mehr EU-Länder verhängen zur Eindämmung der Corona-Pandemie Ausgangsbeschränkungen. Österreich zählt derzeit zu den Staaten mit den schärfsten Einschränkungen, doch selbst dort hat die Regierung das Spazierengehen von den Restriktionen ausgenommen.

"Es ist ratsam, jetzt regelmäßige Waldspaziergänge zu machen, sofern man allein oder nur in Begleitung von Angehörigen des eigenen Haushalts unterwegs ist", empfiehlt der Diplombiologe und Sachbuchautor Clemens Arvay und verweist auf die Evidenzen der Waldmedizin: "Waldluft enthält gasförmige bioaktive Substanzen, sogenannte Terpene, die beim Einatmen mehr natürliche Killerzellen zur Bekämpfung von Viren in unserem Blut entstehen lassen. Nach ausgedehnten Waldspaziergängen steigt auch die Bildung von wichtigen Immunproteinen an, die von Viren befallene Zellen abtöten. Nach einem Regenguss beschleunigen Elektroaerosole in der Waldluft außerdem die Bewegung unserer Flimmerhärchen, die Krankheitserreger aus den Atemwegen befördern."

Wälder seien laut dem Biologen im Gegensatz zu Innenräumen mit glatten Metall- und Kunststoffoberflächen nicht durch Viren belastet. "Es wäre fatal, Menschen jetzt in urbanen Ballungsräumen festzusetzen." Arvay fordert, dass das Recht auf Naturspaziergänge gerade in Corona-Zeiten erhalten bleibt, zumal Forschungen zufolge bereits fünf Minuten im Wald die Stimmung deutlich verbessern sollen.