Das macht Covid-19 mit der Psyche

Das macht Covid-19 mit der Psyche

Die Pandemie löst einer US-Studie zufolge vor allem verschiedene Ängste bei den Menschen aus.

Die aktuelle "Harris Poll"-Studie der University of Phoenix macht deutlich, dass Corona Angstgefühle auf verschiedenen Ebenen schürt. Insgesamt geben 41 Prozent der Amerikaner an, unter Angst in Bezug auf die COVID-19-Pandemie zu leiden. So befürchtet jeder Dritte, seine Rechnungen aufgrund wirtschaftlicher Folgen nicht mehr bezahlen zu können, zudem machen sich 26 Prozent Sorgen um ein verringertes Gehalt bzw. weniger Arbeitsstunden, die ebenso die existenzielle Situation verschlechtern würden. 22 Prozent haben Angst, den Job zu verlieren oder keine neue Arbeitsstelle zu finden.

Psyche stärker belastet

Die Mehrheit der Befragten sieht auch die psychische Gesundheit in Gefahr. Mit 68 Prozent haben rund zwei Drittel das Gefühl, derzeit nichts mehr unter Kontrolle zu haben. Mit 56 Prozent gab mehr als die Hälfte an, dass sie jetzt Entscheidungen deutlich mehr als je zuvor abwägen würden, da die Situation große Unsicherheit in allen Bereichen hervorrufe.

Obwohl die in dieser Studie befragten Personen von Gefühlen des Überwältigtseins und der Angst berichten, bringen sie auch Dankbarkeit und Hoffnung zum Ausdruck: 65 Prozent sind jetzt besonders für ihre Gesundheit, Familie und Freunde dankbar.

Positive Bewältigungsstrategien werden auch beim Social Distancing berichtet: So engagieren sich viele Menschen durch Aktivitäten zur Aufrechterhaltung von Verbindungen bewusst dafür, ihre psychische Gesundheit zu verbessern. 60 Prozent nahmen Kontakt mit einem nahestehenden Menschen auf, und 35 Prozent betreiben mehr Sport als zuvor. 30 Prozent gaben an, ihren Nachrichtenkonsum verringert zu haben und 29 Prozent haben etwas Gutes für andere Menschen getan.

Auch die Vision der Zukunft gibt in der Krise Kraft: Viele freuen sich bereits auf die Zeit nach Corona, und 38 Prozent sind optimistisch, dass das Land nach der Pandemie stärker als je zuvor sein wird. 30 Prozent machen Pläne für die Zeit danach. Trotzdem machen sich viele der Befragten auch Sorgen über die langfristigen Auswirkungen der Quarantäne auf die psychische Gesundheit. Mit 84 Prozent gibt der Großteil an, dass eine länger als erwartete räumliche Trennung Auswirkungen auf ihre Psyche haben wird.

Das Beste daraus machen

Laut Forscher Dean Aslinia helfen bereits kleine Veränderungen des Verhaltens während der Ausnahmesituation: Statt einer SMS oder einer Mail können ein Telefonanruf oder ein Video-Chat eine Verbindung bedeutsamer machen. Aktivitäten, wie etwas Neues zu versuchen oder das Ziel, ein neues Projekt zu starten, helfen laut dem Experten ebenfalls.