5 goldene Regeln zur digitalen Entgiftung

5 goldene Regeln zur digitalen Entgiftung

Digital Detox-Expertin Monika Schmiderer zeigt, wie wir die Kontrolle im Medien-Zeitalter behalten und durch "Handy-Fasten" zu echter Lebensfreude zurück finden.

1. Die 2-Stunden-Regel

Schlafen Sie mit dem Handy ein und wachen Sie mit ihm auf? Wer zwei Stunden vor dem Schlafengehen und zwei Stunden nach dem Aufwachen keine Medien – vorrangig kein Handy – konsumiert, beruhigt sein Nervensystem auch dauerhaft und kann gewiss besser schlafen und auch den Morgen entspannter begehen.

2. Medien nur am Schreibtisch

Monika Schmiderer, Digital Detox-Expertin und Autorin des Buches "Switch off und hol dir dein Leben zurück – Wie wir der digitalen Stressfalle entkommen" (Knaur Verlag, € 17,00) rät auch dazu, sämtliche Handlungen mit Medien nur an einem vorgesehenen Platz zu erledigen. Das gilt auch für das Schreiben von WhatsApp-Nachrichten und für Online-Shopping! Bei Monika Schmiderer ist es der Schreibtisch. "Dadurch vermeide ich es, ständig zu reagieren und aus meinem Ablauf gerissen zu werden. Ich gebe der digitalen Kommunikation bewusst ihren Raum – und nicht mehr als das."

3. Analoge Kontakte pflegen

Anstatt schnell eine Nachricht ins Handy zu tippen oder ein Email zu schreiben, überlegen Sie, was davon Sie durch einen analogen Kontakt ersetzen können.

4. Langeweile und Leere aushalten lernen

Expertin Monika Schmiderer

Wir sind es schon gewöhnt, darum ist es uns nicht bewusst, wie abhängig (süchtig!) Smartphones, Social Media und Emails machen. Mit der häufigen Nutzung installieren wir praktisch ein Programm auf neuronaler Ebene, bei dem jedes Mal bei Empfang einer Nachricht oder eines Mails das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert wird. Auf einen Reiz im Außen folgt also eine bestimmte Reaktion: Das Handy klingelt, wir freuen uns oder kommen sofort in Alarmbereitschaft. Damit sind wir auch ständig beschäftigt und abgelenkt. "Ich selbst habe gelernt, innere Leere, Langeweile und das Alleinsein mit mir auszuhalten, anstatt unentwegt nach Ablenkung auf dem Bildschirm zu suchen, zum Beispiel durch Social Media-Scrollen", sagt Schmiderer, die selbst vor Jahren aufgrund der digitalen Reizüberflutung eine Erschöpfungsdepression erlitten hatte. Durch dieses digitale Fasten und das Aushalten auch unangenehmer Gefühle ist es möglich, sich selbst wieder zu spüren und in Folge dessen wahre Lebensfreude, Kreativität und Verbundenheit bewusst und tief zu leben.

Apps löschen

Auch am Smartphone können wir dem digitalen Universum selbst Grenzen setzen, indem wir nur ausgewählte Apps installieren und die anderen löschen. "Emails am Computer können Sie auch manuell abfragen, anstatt sich jederzeit willkürlich überfluten zu lassen", so Schmiderer.

In der neuen Ausgabe des Lust aufs LEBEN-Magazins lesen Sie, wie wir durch bewussten Verzicht in verschiedenen Lebenssegmenten reicher werden und Fülle können.