Gefühlschaos: Das hilft sofort

Gefühlschaos: Das hilft sofort

Ein Wirrwarr an Gefühlen kann sehr belastend sein - und zu Handlungen führen, die oft nicht weiterbringen. Das hilft wirklich, wenn Sie an einem Gefühlschaos leiden!

Es gibt unterschiedliche Auslöser, die in ein Gefühlschaos führen können. Allen gemeinsam ist, dass wir den Kontakt zu uns selbst verloren haben – und das oft schon lange, bevor das Gefühlschaos über uns hereinbricht. Diese Wege helfen, Gedankenkreisel und emotionale Achterbahnfahrten zu beenden und wieder in die eigene Mitte zu finden:

1. Druck aus der Situation nehmen

Intensive Gefühle bauen sich oft langsam über eine Zeit hinweg auf, bis sie in einem emotionalen und gedanklichen Sand- oder Wirbelsturm oder einem wahren Vulkanausbruch gipfeln. Bis dahin haben wir meist den Fokus schon sehr stark auf ein Thema oder Ereignis gelegt und damit enormen Druck aufgebaut. Halten Sie jetzt also inne und nehmen Sie bewusst Druck aus der Situation.

2. Muster unterbrechen

Das gelingt, indem Sie etwas ganz anderes machen als bisher. Körperliche Aktivität durch Bewegung, Handwerkliches oder Sport können jetzt die Aufmerksamkeit abziehen und ein Ventil für aufgestaute Gefühle sein. Meditation ist ein wunderbarer Weg, um die Gedanken zu beruhigen, Klarheit zu finden und wieder im eigenen Körper anzukommen.

3. Selbstmitgefühl und Achtsamkeit

Dass wir immer wieder in emotional herausfordernde Situationen kommen, ist völlig normal und gehört zu den Herausforderungen des Lebens dazu. Schenken Sie sich in dieser Lage selbst viel Aufmerksamkeit und Mitgefühl. Welches Gefühl bzw. welche Gefühle spüren Sie genau? Wo spüren Sie diese im Körper? Was sagt Ihnen dieses Gefühl? Was brauchen Sie jetzt?

4. Sich Zeit nehmen

Nehmen Sie diese Botschaften ernst und wichtig. Sie sind ein Anlass, um zu reflektieren und sich um Ihre Bedürfnisse zu kümmern. Sagen Sie Termine ab und nehmen Sie sich den Raum und die Zeit, um bei sich selbst anzukommen, anstatt zu funktionieren.

5. Gute Freunde

Schlucken Sie nichts hinunter. Wenden Sie sich an gute Freunde und teilen Sie sich mit. Wenn wir und Probleme von der Seele reden und dabei auch auf Verständnis treffen, löst sich vieles bereits auf.

6. Selbstkritik stoppen

Verurteilen Sie sich keinesfalls für Ihr Gefühlschaos. Erkennen Sie die Situation an, in der Sie sich im Moment befinden und seien Sie gut und liebevoll zu sich selbst.

7. Langjährige Verhaltensmuster hinterfragen

Oft denken und verhalten wir nach bestimmten Mustern, an die wir schon jahre- oder jahrzehntelang gewöhnt sind. Doch oft sind diese gar nicht mehr passend! Reflektieren Sie darüber immer wieder einmal und erlauben Sie sich, diese zu verändern.

8. Profi-Hilfe

Wenn Sie das Gefühl haben, gerade selbst keinen Ausweg zu finden, scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe anzunehmen. Denn genau für diese Situationen sind TherapeutInnen, Coaches und BeraterInnen schließlich da.

In der aktuellen Ausgabe von Lust aufs LEBEN erklärt Speakerin und Digital-Detox-Expertin Monika Schmiderer auch aus eigener Erfahrung, warum es kaum etwas Kostbareres gibt als die eigene Klarheit – und wie wir diese erlangen.