Ist das der Grund, warum Sie keinen Partner finden?

Ist das der Grund, warum Sie keinen Partner finden?

"Groundhogging" heißt das Phänomen, dass wir Partner immer nach dem gleichen Beuteschema suchen.

Es scheint wie verhext: Während andere Menschen schnell mal wieder glücklich mit einem Partner werden, klappt es bei anderen einfach nicht. Die Gründe dafür können vielseitig sein: Zu wenig Zeit fürs Daten, weil man aktuell andere Lebensprioritäten hat, die bewusste Entscheidung dafür, alleine zu leben oder auch fehlende Dating- und Beziehungsskills.
Andere aber wünschen sich wirklich einen Partner und obwohl sie immer wieder Dates haben, ist keine sich anbahnende Beziehung dauerhaft. Ursachen dafür können schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit sein wie unter anderem auch eine Prägung in der Kindheit, in der sich Muster herausgebildet haben, die das Zusammenkommen und -Bleiben schwer sein lassen.
Eines dieser Muster kann sein, dass an sich immer jene Partner aussucht, die eigentlich gar nicht verfügbar sind. Den Bad Boy beispielsweise oder einen Partner, den man als Frau scheinbar bemuttern muss.

Groudhogging: "Ich gerate immer an den Falschen!"

"Groundhogging" heißt das Phänomen, dass man immer wieder an den gleichen – nämlich den falschen – Typen gerät. Man hat also ein "Beuteschema", für eine dauerhafte Beziehung einfach ungünstig ist.
Wie kann das zustande kommen? Zum einen kann Bindungsangst eine Ursache sein: Wenn man selbst nicht bereit ist, sich für wirkliche Nähe zu öffnen, stillt man die Sehnsucht nach Nähe häufig dadurch, dass man sie nicht zulässt, indem man eben in der Sehnsucht bleibt. Man führt als Fernbeziehungen oder idealisiert Menschen, die für eine Beziehung nicht verfügbar sind – beispielsweise weil sie gebunden oder auf andere Weise für tiefgehende Gefühle und Bindung nicht zugänglich sind.

Falsche Kriterien für die Partnersuche

Ein weiterer Grund kann sein, dass man sich schlichtweg auf die falschen Kriterien fokussiert: Wer einen Partner vorrangig nach dem ersten Eindruck, seinem Aussehen, wählt, kann dabei schnell an einen Player geraten, der einfach haufenweise Anwärterinnen an der Angel hat.
Vielleicht stellt man auch die sexuelle Anziehungskraft in den Vordergrund, während der Mann für Heirat und Familie schlichtweg nicht zu brauchen ist.
Denn schöne Erlebnisse und gute Gefühle miteinander zu teilen, bedeutet noch lange nicht, dass man auch im Alltagsleben kompatibel ist.
Tipp: Überlegen Sie sich, was Sie sich wirklich von einem Partner wünschen, mit dem die Liebe ewig dauern soll. Sexualität vergeht, Freundschaft bleibt. Welche Werte haben Sie persönlich? Und wie sollten sich diese Werte auch in Ihrem Partner spiegeln?

Vergangene Beziehungen analysieren

Schreiben Sie auch eine Analyse Ihrer vergangenen Beziehungen und/der Bekanntschaften auf ein Papier. Was waren das für Typen? Wo waren die Gemeinsamkeiten? Was haben diese Beziehungen mit Ihnen gemacht? Was war unterstützend, was hat Sie behindert? Suchen Sie auf Basis dieser Erkenntnisse in Zukunft einen neuen Partner aus, indem Sie Ihre eigenen Muster bewusst verändern. Es kann durchaus sein, dass es sich anfangs ungewohnt anfühlt. Doch wenn Sie sich einlassen und Neues zulassen werden Sie womöglich bald dafür belohnt – mit einer Beziehung, die Bestand hat und mit einem Partner, der bleibt.