Konflikte anders lösen

Konflikte anders lösen

Wer die Perspektive ändert, findet neue Türen.

1. Die Aufmerksamkeit ändern

Wir haben weniger Einfluss auf das Verhalten und Empfinden anderer, als wir oft denken. In Konfliktsituationen wird die Wahrnehmung eng: Was wir vor allem sehen, ist einen Menschen, der bewirkt, dass wir uns schlecht fühlen. Anstatt sich darauf zu konzentrieren, was die andere Person tut, richten Sie Ihren Fokus darauf, was in Ihnen vorgeht. Das ist der erste Schritt, der die Situation verändern kann.

2. Was kann ich über mich lernen?

Einem Streit geht ein Auslöser vorweg – eine konkrete Situation, die den Konflikt zum Vorschein bringt. Steigt man auf ein negatives Gefühl eines anderen ein, macht man ihn und die gesamte Situation nur noch negativer. Wer zum Beispiel mit dem Partner gemeinsam auf Urlaub fährt und sich darüber ärgert, dass dieser schlecht gelaunt ist, könnte sich selbst fragen, was man selbst daraus lernen kann. Denn sein Ärger löst eine entsprechende Reaktion aus, ihn zu beschuldigen – zum Beispiel dafür, dass der „Urlaub ja schon einmal gut beginnt!“
Anstatt auf die negative Energie einzusteigen ist es möglich, die Aufmerksamkeit zurück auf sich selbst zu lenken und nun erkennen: Wir haben beide das gleiche Grundproblem! So wird es möglich, dass Sie der Ursache auf den Grund gehen, Sie beide einander verstehen und für die beidseitige Stimmung Verantwortung übernehmen.

3. Der andere kann es nicht besser!

Hilfreich ist auch, sich immer vor Augen zu halten, dass jeder in jeder Situation immer sein Bestes gibt. Wäre es nicht das Beste, würde die Person sich anders verhalten. Viele Menschen sind einfach blind für ihre eigenen Handlungen.

4. Beide spüren Schmerz

Immer wenn zwei Menschen miteinander einen Konflikt haben oder streiten, spüren beide eine Art von Schmerz. Alleine dieses Bewusstsein darüber kann davor schützen, dass sich eine Situation verhärtet. Am besten zuerst auf Selbstheilung achten, anstatt beweisen zu wollen, dass man „Recht“ hat.