Krise? Zeit für einen neuen Job!

Krise? Zeit für einen neuen Job!

Eine Studie von karriere.at zeigt, dass die Bereitschaft für einen Jobwechsel steigt.

Die Krise hat offenbar viele Menschen dazu bewegt, ihren aktuellen Job in Frage zu stellen: Während des Lockdowns im März und April gingen die Job-Suchanfragen und die Anzahl geschalteter Stelleninserate zurück, seit Anfang Juni ist jedoch ein deutlicher Aufwärtstrend von Jobsuchen auf dem Jobportal karriere.at erkennbar. Im Durchschnitt sehen sich die User mehr Stelleninserate an als vor dem Ausbruch der Pandemie. Das ist ein Zeichen, dass viele Fachkräfte sich nicht abschrecken lassen – und trotz Krise nach neuen beruflichen Herausforderungen suchen.

„Unsere Analyse zeigt, dass sich der Arbeitsmarkt auf der Arbeitnehmerseite mittlerweile viel schneller erholt hat als auf der Arbeitgeberseite. Dies ist nun eine wichtige Chance für Unternehmen, hier aufzuholen, dringend notwendige Fachkräfte anzusprechen und diese auch zu erreichen. Gerade während der aktuellen Krise sollte die Personalsuche nicht auf der Strecke bleiben“, appelliert Georg Konjovic, CEO von karriere.at.

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Linzer market-Instituts tun sich sogar 51 Prozent der befragten österreichischen Betriebe „schwer“ oder „eher schwer“, passende Fachkräfte zu finden.

IT-Jobs besonders begehrt

Dass qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer derzeit an einem Jobwechsel interessiert sind, zeigt sich insbesondere in der IT-Branche. Bereits ab den ersten Lockerungen Mitte April waren die ohnehin begehrten IT-Fachkräfte bei der Jobsuche beinahe so umtriebig wie vor der Krise.

Die IT-Branche lag im Zeitraum des Lockdowns im Vergleich um 14 Prozent über den anderen Branchen. „IT-Jobs haben während Corona sogar an Attraktivität zugenommen. Viele Fachkräfte aus dieser Branche scheuen vor der Krise nicht zurück und sind offen für neue berufliche Herausforderungen. Mittlerweile steigen die Suchanfragen nach Jobs in der IT-Branche auf karriere.at sogar auf das Vor-Corona-Niveau“, erklärt Georg Konjovic.

Sparstift bei Marketing und PR

Ähnliche, jedoch etwas weniger ausgeprägte Tendenzen sind laut karriere.at-Analyse auch in anderen Branchen erkennbar. So sind vor allem die Bereiche Pharma, Gesundheit und Soziales sowie Rechnungswesen und Controlling momentan für Jobsuchende überdurchschnittlich attraktiv.

In den Bereichen Marketing und PR wird hingegen während der Krise am Personal gespart. Im Durchschnitt wurden hier in den letzten sechs Monaten um rund 40 Prozent weniger Stellen ausgeschrieben.