10 Ideen für nachhaltige Weihnachten

10 Ideen für nachhaltige Weihnachten

Weniger Konsum, mehr Freude: So verbringen Sie die Feiertage heuer glücklich und entspannt – und nachhaltig.

Auch zu Weihnachten können wir uns von falschen Erwartungen und von vermeintlichen Zwängen befreien, die uns vom Wesentlichen ablenken und alle Jahre wieder für Stress und Hektik sorgen. Wir können uns auch die Frage stellen, wofür Weihnachten wirklich steht – über die eigene Familie und das eigene Wohlergehen hinaus. Wenn wir Weihnachten als "be-SINN-lich" erleben wollen, denken wir über den eigenen Tellerrand hinaus und gestalten es so, dass es nicht nur für uns, sondern für alle gut ist. Lassen Sie sich dazu von diesen Ideen inspirieren:

1. Weihnachtgeschenke selber machen

Weihnachtsgeschenke müssen nicht viel kosten und sie müssen auch keine Alibi-Handlungen sein. Mit selbst gemachten Weihnachtsgeschenken bringen wir unsere persönliche Energie und Note ein. Zum Beispiel mit selbst gemachten Kerzen, Gewürzölen, Bildern, Weihnachtskarten, Schmuck, Keksen, Fotoalben oder Marmeladen. Einige DIY-Geschenk-Ideen, die nichts kosten, finden Sie hier.

2. Nachhaltig schenken

Gerade in Zeiten der Lockdowns und des aufsteigenden Online-Handels können wir Gutes tun, wenn wir regional bzw. im eigenen Land einkaufen. Es muss nicht immer der internationale Versandhausriese sein. Fast alles, was wir brauchen, gibt es auch im stationären Handel oder in österreichischen Online-Shops zu erstehen.

3. Fair schenken

Alternativ dazu bieten sich auch Geschenke an, die möglicherweise weltweiten Ursprunges sind, aber fair gehandelt werden. Schauen Sie doch einmal beim Fairtrade Produktfinder vorbei: Hier finden Sie eine große Auswahl an fairen Geschenken - von Kaffee über Schokolade bis hin zu Tee, Gebäck und Gewürzen und Textilien. Auch Geschenkkörbe lassen sich mit den Fairtrade-Produkten zusammenstellen. Drei weihnachtliche Geschenkkörbe verlosen wir übrigens hier!

4. Deko aus der Natur

Plastikschmuck ist bei nachhaltigen Weihnachten ein No-Go. Doch der ist gar nicht notwendig, bietet doch die Natur ausreichend Schmuck und Materialien, die sich als Deko verwenden lassen: Tannenzweige, Zimtstangen, getrocknete Orangenscheiben, Bienenwachskerzen, Sterne aus Stroh, Figuren aus Holz vom Weihnachtsmarkt, Tannenzapfen, Nüsse oder auch selbstgebastelter Schmuck aus Salzteig oder Ton.

5. Bewusst essen

Wer Gans, Truthahn, Lachs oder Hering auf den Festtagstisch bringt und das Gericht mit gutem Gewissen genießen will, sollte sich näher über die Herkunft und Haltung informieren. Gerade in er Massentierhaltung haben die Tiere oft eine brutale Vergangenheit hinter sich. Es lohnt sich also, gerade bei Fleisch, Geflügel und Fisch in Bioqualität aus der Region zu investieren. Diese merkt man übrigens auch im Geschmack.

6. Keep it simple!

Beim Weihnachtsessen generell stellt sich die Frage, ob es immer ein Superlativ sein muss. Ein traditionelles, ländliches Weihnachtsessen ist beispielsweise Würstelsuppe. Wer Zeit, Budget und Nerven sparen möchte – und womöglich auch weniger essen möchte – kann sich überlegen, ob es wirklich immer Vorspeise, Hauptspeise, opulente Beilagen und ein aufwändiges Dessert am Weihnachtstisch braucht. Weniger ist oft mehr – oft reicht ein Bruchteil des ursprünglich geplanten Aufwandes auch.

7. Baum im Topf

Auf Social Media sehen wir es alle Jahre wieder: Meterhohe Bäume werden in Privathaushalten aufgestellt, um nur wenige Tage oder Wochen später entsorgt zu werden. Allein ein durchschnittlicher Christbaum braucht schon acht bis zehn Standjahre, um eine ausreichende Größe erreicht zu haben. Eine nachhaltige Alternative zum Weihnachtsbaumverschleiß ist es, Christbäume in einem Topf zu kultivieren und diese das restliche Jahr über auf Balkon, Terrasse oder im Garten aufzustellen.

8. Anders packen

Werfen Sie auch jedes Jahr einen regelrechten Berg an Geschenkpapier vom Wohnzimmerboden weg? Vielleicht muss das eine oder andere Geschenk heuer gar nicht eingepackt werden – oder Sie greifen auf wiederverwendbare Papier-Geschenksäckchen oder auf weihnachtliche Geschenkkartons zurück. Tipp: Aus Schuhkartons lassen sich diese auch selbst gestalten und für die kommenden Jahre im Keller aufbewahren. Auch Zeitungspapier sowie Stoff- und Tapetenreste lassen sich auf kreative Weise in "Geschenkpapier" umfunktionieren.

9. Sparsam beleuchten

Jedes Jahr um Weihnachten werden etwa 600 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch einer Großstadt mit etwa 200.000 Haushalten. Wenn Sie Lichterketten oder andere Weihnachtsbeleuchtung verwenden, achten Sie auf LEDs. Diese verbrauchen etwa 90 Prozent weniger Energie und halten zugleich länger. Die Beleuchtung muss auch nicht permanent brennen, sondern kann gezielt zum Einsatz kommen.

10. Zeit schenken

Anstatt das x-te unnötige Weihnachtsgeschenk nur um des Schenkens Willen zu kaufen, ist es nachhaltiger, Zeit oder eine "Dienstleistung" zu schenken. Zum Beispiel Gutscheine fürs Babysitten, für einen Hausputz oder einen gemeinsamen Kino- oder Restaurantbesuch. Lockdownbedingt kann es immer auch ein Filmeabend zuhause mit selbst gekochtem Essen oder einer Restaurantbestellung sein.