Der wahre Grund, warum Menschen oft nicht nein sagen

Der wahre Grund, warum Menschen oft nicht nein sagen

Nicht, weil sie es tun wollen, machen Menschen oft Dinge, die ihnen Stress und Angst bescheren.

Der Friede steht über allem – und das Vermeiden von Konflikten. Menschen, die immer wieder über ihre Grenzen gehen und Dinge für andere tun, die sie selbst gar nicht wollen, haben eine einzige Angst: Die Angst vor der Reaktion der anderen. Nur deshalb leugnen sie ihre eigenen Bedürfnisse oft so lange, bis die Nervenkrise droht. Auch dann, wenn schon alles unverkennbar darauf hindeutet, dass eine Pause notwendig ist. Den anderen geht es inzwischen prächtig – denn deren Probleme werden am laufenden Band gelöst.
Kennen Sie das? Dann sollten Sie weiterlesen.

Ja zu sich selber sagen

Es ist eine bittere Wahrheit: Wer dauernd "ja" zu anderen sagt, sagt zugleich dauernd nein zu sich selbst – und richtet damit mehr Schaden an, als er Gutes tut. Denn hinter der andauernden, scheinbaren Begeisterung dafür, immer etwas für die anderen tun zu können uns es allen recht zu machen, stecken auch Erwartungen. Erwartungen nach Anerkennung und etwas wie einem weiteren „Sticker“, die man so fleißig sammelt.
Beim Gegenüber bewirkt das freilich große Freude. Denn es ist eine indirekte Einladung dazu, beim nächsten Mal nochmals zu fragen: „Kannst du bitte wieder ...“
Und so geht es weiter und weiter mit der bitteren Folge, dass das Stickeralbum irgendwann zwar voll ist, doch die nie vereinbarte Gegenleistung dafür von anderer Seite her nie eingelöst wird.

Burnout beginnt beim Ja-Sagen

Dazu kommt, dass Stickersammler unter einer ständigen Anspannung stehen. Weil sie ja nie wissen, wann die nächste Situation kommt, in der sie wieder ja sagen müssen (wie sie glauben). Diese Anspannung wiederum belastet alle Beziehungen rundherum. Gefährlich: Dieses Verhaltensmuster ist oft der Beginn der Burnout-Spirale.



Mit diesen 5 Tipps gelingt das nein Sagen besser:


1. Überlegen Sie zuerst, was Sie sich einhandeln, wenn Sie schon wieder ja sagen. Wollen Sie die Folgen wirklich tragen?
Setzen Sie klare Grenzen.

2. Legen Sie Ihre Schuldgefühle ab, wenn Sie es nicht den anderen recht machen, sondern sich selbst. Es ist Ihr gutes Recht!

3. Werden Sie sich dessen bewusst, dass Sie sich Respekt verschaffen, wenn Sie auch mal ablehnen. Nein sagen hat nämlich ganz viele Vorteile.

4. Machen Sie sich dessen bewusst, dass Sie ein liebenswerter und wertvoller Mensch sind, auch wenn Sie anderen ihre Wünsche ausschlagen. Machen Sie sich nicht länger von den Sympathien anderer abhängig.

5. Reden Sie Klartext und üben Sie Phrasen wie: "Das geht nicht", "Das will ich nicht", "Das kann ich nicht", "Dazu habe ich keine Lust".