Österreicher mögen ihr Sexleben

Österreicher mögen ihr Sexleben

Österreichische Paare haben ein erfülltes Sexualleben, besonders während der ersten drei Jahre. Wie sich die Beziehung nud das Sexleben über die Jahre verändert, zeigt eine neue Parship-Studie.

Eine aktuelle Studie im Auftrag von Parship.at zeigt, dass die heimischen Paare mit ihren Partnerschaften durchwegs zufrieden sind. Besonders die Aspekte „Familie“ und „gemeinsame Ziele im Leben“ werden positiv gesehen – 94 Prozent bzw. 92 Prozent aller Befragten sind damit zufrieden.

Ausgesprochen glücklich scheinen Paare auch mit ihrer Sexualität zu sein: Acht von zehn Österreichern haben ganz offensichtlich ein erfülltes Sexualleben, 47 Prozent bezeichnen es als besonders zufriedenstellend. Allerdings zeigt sich nach drei Jahren Beziehung ein deutlicher Knick in der Zufriedenheit mit dem Thema Sex, auch die Häufigkeit nimmt ab: In den ersten drei Jahren hat die Mehrheit der Paare mindestens zwei bis drei Mal pro Woche Sex, danach trifft das nur noch auf 25 Prozent zu. Für die Studie wurden 1.077 in Partnerschaft lebende Österreicher zwischen 18 und 69 Jahren befragt.

Beziehung verändert sich zum Positiven

Sechs von zehn Befragten sind der Meinung, dass sich ihre Beziehung im Laufe der Jahre zum Positiven verändert hat. „Sex ist zwar wichtig, aber nicht das Einzige, das in einer Partnerschaft zählt“, bestätigt Caroline Erb, Psychologin bei Parship.at. „Mit der Zeit rücken oft andere Prioritäten wie Vertrauen, ähnliche Wertvorstellungen, gemeinsame Ziele, Humor, der kommunikative Austausch oder ein respektvoller Umgang miteinander in den Vordergrund. Natürlich spielen auch der Alltag und das Familienleben eine Rolle, wie viel Zeit und Lust auf Sex vorhanden ist. Im Idealfall bewahrt man sich als Paar eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz, damit eine erotische Spannung auch nach mehreren Beziehungsjahren aufgebaut werden kann.“

Das verflixte vierte Jahr

Die magische Schwelle scheint bei drei Jahren Beziehungsdauer zu liegen. Ab diesem Zeitpunkt haben Paare seltener Lust aufeinander, nehmen sich weniger Zeit für ihre Sexualität, erleben nur mehr selten Quickies und sind beim Sex nicht mehr so experimentierfreudig. Andererseits verbringen Paare mit den Jahren mehr Zeit zu zweit, tauschen sich intensiver aus und lachen mehr miteinander. Und auch nach vielen Jahren hat noch immer knapp die Hälfte aller Paare mindestens einmal pro Woche Sex. „Die Umfrage zeigt, dass beim Sex mit der abnehmenden Frequenz auch die Zufriedenheit sinkt. Im Umkehrschluss kann man sagen, die Paare haben auch in längeren Beziehungen Lust auf Sex, aber sie kümmern sich zu wenig darum und nehmen sich im Alltag oft zu wenig Zeit füreinander“, so die Parship-Psychologin.

Sex macht Freude und ist Liebesbeweis

Die Freude am Liebesspiel ist für 55 Prozent der Österreicher der häufigste Grund, um Sex zu haben – vor allem für Männer (64 Prozent, Frauen 46 Prozent). Generell geben Männer deutlich mehr Gründe an, wieso Sex für sie wichtig ist: Um der Partnerin etwas Gutes zu tun (39 Prozent, Frauen 28 Prozent), weil sie das Gefühl beim Orgasmus lieben (38 Prozent, Frauen 27 Prozent) oder um sich selbst zu befriedigen (20 Prozent, Frauen 10 Prozent). Sex ist aber für viele auch eine Möglichkeit, ihre Liebe auszudrücken (37 Prozent) und das Bedürfnis nach Nähe zu stillen (32 Prozent) – dies trifft besonders auf Frauen zu. Caroline Erb betont, wie wichtig eine Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität und seinen Bedürfnissen ist: „Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Verlangen nach Nähe und einen individuellen Zugang zur Sexualität. Je offener man über seine Bedürfnisse spricht und seine Wünsche formuliert, umso wahrscheinlicher kommt man auch auf einen gemeinsamen Nenner, was die körperliche Intimität betrifft.“