Resilienz stärken: Wie geht das?

Resilienz stärken: Wie geht das?

Wenn wir die Situation nicht ändern können, so können wir immer uns verändern. So können Sie Ihre psychische Widerstandskraft stärken.

1. Was kann ich jetzt lernen?

Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie, prägte als KZ-Überlebender mit dem Akronym WIDEG die Frage: "Wofür ist das eine Gelegenheit?" Und diese Frage können wir uns auch täglich stellen. Gerade dann, wenn es gerade schwierig ist. Was können wir aus dieser Situation lernen? Wie wollen wir aus ihr hervorgehen? Was ist jetzt konkret zu tun?

2. Wissen, dass das Leben Wandel ist

Wir leiden dann, wenn wir an Altem festhalten wollen. Denn das ist nicht möglich. Leben bedeutet immer Veränderung und je mehr wir uns anpassen können, desto besser geht es uns mit dem aktuellen Wandel. Spirituelle Praktiken wie Yoga und Meditation helfen uns, Bewertungen abzulegen und damit verbundene, unangenehme Gefühle wie Angst zu reduzieren und mit dem Unbekannten umzugehen. Indem wir lernen, wieder wahrzunehmen und zu fühlen, können wir im Jetzt präsenter sein und flexibler auf Neues reagieren.

3. Kontrolle abgeben

Menschen sind es gewöhnt, die Kontrolle behalten zu wollen. Doch das können wir nur bedingt. Was steht tatsächlich in unserer Macht? Und was nicht? Wenn wir lernen, die Kontrolle auch mal abzugeben, werden wir frei und können Frieden finden.

4. Verantwortung übernehmen

Zugleich können wir für alles, was sehr wohl in unseren Händen liegt, die 100-prozentige Eigenverantwortung übernehmen. Wir merken dadurch nicht nur konkrete Veränderungen, sondern erfahren uns selbst auch als wirksam. Und das macht zuversichtlich, selbstbewusst und stark.

5. Grenzen stärken

Innerhalb der Möglichkeiten ist es entscheidend, die eigenen Grenzen zu wahren und sie zu schützen. Manchmal müssen wir uns auch selbst Grenzen setzen: Zum Beispiel, wenn negative Gedanken Überhand nehmen. Dann können wir bei jedem Erkennen dieses Gedankens "Stopp" sagen und uns für einen anderen Gedanken entscheiden, der nährend und lebensbejahend ist.

6. Das große Ganze sehen

Wenn wir das große Ganze im Auge behalten und uns nicht in momentanen Situationen verlieren, wissen wir, dass jede Phase vorübergeht. Auch Gefühle gehen vorüber, wenn wir sie zulassen. Dann sind sie wie Wellen, die sich zuerst aufbauen und dann wieder abflachen und ausklingen.

7. Sich nicht vergleichen

Jeder geht anders mit Herausforderungen um. Es besteht kein Grund, sich mit anderen Menschen zu vergleichen, da jeder Mensch anders und keiner besser oder schlechter als der andere ist! Sich nicht zu vergleichen und Druck abzubauen, stärkt das Selbstwertgefühl und den inneren Frieden.

8. Humor hilft

Humor ist ... wenn man trotzdem lacht! Auch in schweren Situationen müssen wir uns nicht mit der Schwere der Situation identifizieren. Wir dürfen trotzdem lachen! Und wer es sich erlaubt, wird immer etwas finden, das auch lustig und ist und Freude macht.