Scroll Free September: Social Media Detox im Herbst

Scroll Free September: Social Media Detox im Herbst

Zum zweiten Mal findet die Aktion für "Digital Detox" statt. Der Verzicht auf digitale Medien hilft dem Selbstbild.

Die Royal Society for Public Health (RSPH) organisiert zum zweiten Mal die "Scroll Free September"-Kampagne, um Menschen zu einer Pause von sozialen Medien zu bewegen. Teilnehmer der Aktion, die im Jahr 2018 ins Leben gerufen wurde, verzichten den gesamten September lang auf sämtliche Plattformen wie Twitter oder Facebook.
"Nach dem Erfolg des 'Scroll Free September' im vergangenen Jahr sind wir sehr erfreut, die diesjährige Kampagne zu starten. Sie soll Menschen helfen, eine bedeutsame Beziehung mit sozialen Medien aufzubauen, die ausbalanciert ist und bei der, was uns sehr wichtig ist, der Nutzer die Kontrolle hat", erklärt RSPH-CEO Shirley Cramer. Ein besonderer Fokus soll in diesem Jahr auf Online-Glücksspiel liegen, das besonders viel Suchtpotenzial habe.

Viele wollen Auszeit nehmen

Eine Umfrage der RSPH unter 2.076 erwachsenen Probanden hat ergeben, dass etwa 59 Prozent der Social-Media-Nutzer dazu bereit sind, einen Monat "Digital Detox" zu machen. Mehr als ein Drittel (40 Prozent) machen sich Sorgen über die Länge der Zeit, die sie mit sozialen Plattformen verbringen und deren Effekt auf ihre Schlafgewohnheiten.
Der erste "Scroll Free September" im Jahr 2018 war bereits ein Erfolg. Laut einer weiteren Umfrage, die die RSPH unter den Teilnehmern durchgeführt hat, würden 99 Prozent die Aktion weiterempfehlen. Ein Großteil (96 Prozent) der Befragten meint, dass sich durch den Verzicht ihr Verhältnis zu sozialen Medien verbessert hat. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) freuten sich danach über bessere Schlafqualität.

Social Media schadet Selbstbild

"Soziale Medien spielen eine so große Rolle in unserem Leben. Für viele junge Menschen verbessern sie die soziale Verbundenheit und stellen eine Quelle für emotionale Unterstützung dar. Sie können aber auch viele negative Effekte auf das geistige Wohlbefinden und die Gesundheit haben", so Cramer. Beispielsweise würden sie ein negatives Bild vom eigenen Körper erzeugen und der Selbstachtung schaden.
Cramer meint, soziale Plattformen können Menschen dazu verleiten, ihr Leben auf negative Weise mit den vermutlich sehr stark gefilterten Leben anderer zu vergleichen. Die Kampagne soll die positiven Aspekte von Social Media hervorheben und die negativen mildern. So soll es Nutzern möglich sein, einen Schritt zurück zu machen und darüber zu reflektieren, wie es um ihr Verhältnis zu sozialen Medien bestellt ist.