5 Selfcare-Tipps für Alleinerziehende

5 Selfcare-Tipps für Alleinerziehende

Single-Eltern müssen besonders gut auf sich achten. Diese Tipps stärken die Selbstfürsorge.

1. "Ich bin genug"

Alleinerziehende leisten Unglaubliches – sie übernehmen die Aufgaben von zwei Elternteilen in Personalunion. Sie sind liebevolle Mutter aber auch "Versorger" und Familienmanagerin in einem, scheinbar ganz nebenbei meistern sie noch ihren Beruf. Erstaunlicherweise haben gerade diese – meist Frauen – oft das Gefühl, an allen Ecken und Enden zu fehlen – und Selbstzweifel im Sinn von "Ich bin nie genug" haben in den einen oder anderen schwachen Momenten leichtes Spiel. Besonders dann, wenn die eigenen Ressourcen fehlen, weil zu wenig Zeit für sich selber bleibt. Verdeutlichen Sie sich demnach immer wieder, dass es immer ausreichend ist, was Sie tun - in jedem Bereich des Lebens. Akzeptieren Sie sich selbst und versuchen Sie nicht, überall perfekt zu sein.

2. Die Ex-Beziehung klären

Verletzungen aus der Vor-Beziehung mit dem anderen Elternteil sitzen oft noch tief, besonders, wenn dieser sich kaum oder wenig um die Kinder kümmert und dem (Haupt-)Betreuenden Elternteil keine Wertschätzung entgegenbringt. Wichtig ist, sich in solchen Situationen emotional und räumlich gut vom Ex-Partner abzugrenzen, damit er keine Macht mehr hat.
Gibt es viele ungelöste Konflikte und ist eine grundsätzliche, gemeinsame und konstruktive Gesprächsbasis auf Augenhöhe vorhanden, kann es sehr befreiend sein, diese mit dem anderen Elternteil gemeinsam aufzuarbeiten. Denn: Kinder fühlen sich immer in einer Form für die Trennung der Eltern verantwortlich. Das Gleiche gilt, wenn es Konflikte zwischen den Eltern gibt!

3. Sich dem Trauma stellen

Jeder hat in seinem Leben schon einmal das Gefühl gehabt, im Stich gelassen oder wenig unterstützt worden zu sein. Ist dieses Gefühl im Leben eines alleinerziehenden Elternteils über einen längeren Zeitraum überpräsent, ist es heilsam, Ursachenforschung zu betreiben – am besten mit einem Therapeuten oder einem Sozial- und Lebensberater. Oft liegen die Wunden aus der Ex-Beziehung schon in der Kindheit – und damit länger zurück als man oft glaubt.

4. Zeit machen, für alles, was Sie lieben

Für Single-Eltern ist es oft eine große Herausforderung, ausreichend Zeit für sich selbst einzuräumen. Was machen Sie gerne, und was wollten Sie schon immer machen? Schreiben Sie eine Liste an kleinen und großen Dingen. Erarbeiten Sie einen Plan, wie Sie sich immer mehr und mehr Zeit dafür nehmen können: Beziehen Sie dabei gegebenenfalls andere Eltern, Babysitter, Familienmitglieder und auch Ihre Kinder ein!

5. Reflexions-Zeit

Tagebuch schreiben, Dankbarkeitslisten führen, Meditieren, Coaching-Bücher lesen, Visionen für die Zukunft kreieren: Wie können Sie sich täglich 20 Minuten bis eine Stunde Zeit für die Arbeit an sich selbst nehmen? Sie könnten entweder früher aufstehen und eine Morgenroutine kreieren, oder abends, wenn die Kinder bereits schlafen, neue Gewohnheiten etablieren.