Sind Sie depressiv? Das sind die Anzeichen

Sind Sie depressiv? Das sind die Anzeichen

Zwischen schlechter Stimmung und Depressionen gibt es einen Unterschied. So erkennen Sie ihn.

Depressionen zu haben ist mehr als einfach nur traurig zu sein. Depressionen können durch äußere Faktoren entstehen – zum Beispiel nach dem Tod eines geliebten Menschen, bei langer Arbeitslosigkeit oder nach einer Scheidung. Die Krankheit kann aber auch körperlich begründet sein, denn oft ist für Depressionen ein Mangel an Serotonin im Gehirn verantwortlich. Dieses Hormon ist für unser Glücksempfinden zuständig und wenn zu wenig davon produziert wird, kann sich das in Trauer, Angst oder in anderen Formen schlechter Stimmung niederschlagen. In beiden Fällen ist auf jeden Fall eine medizinische und psychotherapeutische Behandlung dringend erforderlich. Aufmunternde Sätze wie "Es wird schon wieder" oder "Lass dich doch nicht so gehen" helfen bei Depressionen eben genau: Null.


Doch um die Krankheit behandeln und heilen zu können, ist es im ersten Schritt notwendig, sie zu erkennen. Das ist oft nicht einfach, da sich die Symptome bei jedem Menschen anders zeigen. An diesen Anzeichen merken Sie, dass Sie möglicherweise an Depressionen leiden.

1. Angstgefühle

Betroffene leiden immer wieder an meist undefinierten Ängsten. Die Ursache dafür können sie oft selbst nicht benennen.

2. Antriebslosigkeit

Was früher einmal Freude gemacht hat, ist jetzt völlig uninteressant. Depressive können sich zu ganz einfachen Dingen nicht mehr aufraffen, zum Beispiel, Einkäufe im Supermarkt zu erledigen, sich zu duschen oder morgens überhaupt aus dem Bett zu kommen.

Fatal: Außenstehende bringen dafür oft kein Verständnis auf. Sie glauben, dass der/die Betroffene sich nur "zusammenreißen müsse", damit es mit der Stimmung wieder aufwärts geht. Doch dem ist nicht so.

3. Keine Lust auf Sex

Auch die Libido ist bei Depressiven meistens vollkommen heruntergefahren. Ganz egal, wie scharf der Mann/die Frau an der Seite der Erkrankten sein mag, Sex spielt einfach keine Rolle.

4. Häufiges Weinen

Die Traurigkeit kann wie ein Schleier über den/die Betroffene(n) hängen oder sich auch direkt in häufigem Weinen zeigen. Dabei stehen die Auslöser für das Weinen oft in keinem Verhältnis zur Intensität.

5. Geringes Selbstwertgefühl

Depressive haben von sich selbst keine hohe Meinung – ganz gleich, wie viel sie vollbracht haben oder wie sehr sie auch von anderen Menschen geliebt werden. Sie zweifeln einfach ständig an sich selbst, und das hindert sie auch dabei, Taten zu setzen, die sie ihrem Glück wieder ein Stück näher bringen.

6. Schuldgefühle

Die Situation wird verschärft durch unbegründete Schuldgefühle, die schwer auf die Stimmung depressiver Menschen drücken. Zwar haben viele Menschen im Alltag die Tendenz, sich falsche Schuldgefühle aufzubürden, bei Depressiven ist diese Neigung aber so belastend, dass sie den Alltag schwer beeinträchtigt.

7. Aggressionen und Gereiztheit

Depressionen äußern sich oft auf eine unerwartete Art. Zum Beispiel in Aggressionen und ständiger Gereiztheit. Oft denken Betroffene dabei nicht daran, möglicherweise an Depressionen erkrankt zu sein. Zynismus, aggressives Verhalten und immer schlechte Laune sind auch Symptome in den ersten Stadien des Burnouts. Burnout wird in der Medizin übrigens oft mit Depressionen gleichgesetzt, da die Symptome einander teilweise gänzlich ähneln. Der Auslöser für die Burnoutspirale ist oft ein Verhaltensmuster, bei dem Betroffene immer wieder ja sagen, obwohl sie es nicht meinen.

8. Körperliche Symptome

Zu den psychischen Anzeichen kommen auch körperliche dazu: Schlafstörungen, Herzrasen, Schwindel, Appetitlosigkeit oder ein Druckgefühl auf der Brust gepaart mit Atembeschwerden sind mitunter die häufigsten Warnsignale, dass die Angst und Trauer aus den Fugen geraten ist.