Social Media Kommunikation fördert Ängste

Social Media Kommunikation fördert Ängste

Eine US-Studie zeigt den neuen Umgang mit Gefühlen in den Sozialen Netzwerken auf.

SMS, Whatsapp, Facebook, Twitter: Wer sich einsam fühlt, braucht nur das Handy zur Hand zu nehmen, um sich abzulenken oder schnelle Aufmerksamkeit aus "dem Schwarm" zu bekommen. US-Psychologen der Macquarie University haben aber jetzt herausgefunden, dass dieses Verhalten insbesondere bei jungen Menschen die Fähigkeit schwächt, selbst mit Krisen und schlechten Stimmungen zurecht zu kommen.
Das führt so weit, dass die ständige Unterhaltung mittels Textnachrichten über die eigenen Probleme die Ängste sogar verstärkt.

Was dahinter steckt: Kommentare, Antworten und "Likes" werden vorerst als positiv und vertrauensstärkend wahrgenommen. Auf den ersten Blick werden Ängste dadurch weniger.

Umgang mit Emotionen ändert sich

Allerdings beeinflusst die virtuelle Kommunikation den Umgang mit Emotionen im Allgemeinen, so die Studie. Die vorgetäuschte Sicherheit, die über die Handy-Kommunikation bezogen wird, führt dazu, dass man dazu neigt, sich den Ängsten selbst nicht mehr zu stellen und Strategien dafür zu entwickeln.
Das Credo heißt also: Verdrängen und Unsicherheiten mittels positivem Zuspruch von außen möglichst rasch aus dem Weg schaffen. Doch das führt dazu, dass die Unsicherheit wächst und psychische Probleme wahrscheinlicher werden.
Denn ein schnelles, positives Feedback mittels Textnachricht oder Facebook-Kommentar bedeutet noch lange nicht, dass man selbst mit der Situation zurecht kommen kann!