Toxische Beziehung vermeiden: Machen Sie das!

Toxische Beziehung vermeiden: Machen Sie das!

Der deutsche Autor Christian Hemschemeier spricht für 2 Regeln, mit denen Sie gesunde Partner und eine passende Beziehung anziehen.

Toxische Beziehungen sind Partnerschaften, die keine sind – und sie machen auf Dauer krank. In der Regel bestehen sie aus extremen Höhen und Tiefen, haben aber kaum Stabilität und Substanz. Zum Beispiel Beziehungen zwischen Empathen und Narzissten sind hochtoxisch.

Der Deutsche Paartherapeut und Buchautor Christian Hemschemeier hat sich ausführlich mit toxischen Beziehungsdynamiken befasst. Er beschreibt in seinem Buch "Der Liebescode" Strategien, wie sich destruktive Muster unterbrechen lassen, um künftig gesunde (potenzielle) Partner anzuziehen und eine sichere Beziehung auf Augenhöhe zu führen. So schreibt Hemschemeier: "Verliebtheit ist für mich eine der schillerndsten Erfahrungen, die es überhaupt gibt. Nichts ist so intensiv, wundervoll und fantastisch. Und gleichzeitig kann einen Verliebtheit komplett verunsichert zurücklassen und die tiefsten Verletzungen in Nullkommanichts aufdecken."

Dies passiert dann, wenn Männer oder Frauen auf Partnersuche den anderen zu schnell idealisieren und Warnsignale ihres Bauchgefühls ignorieren. Oft denken sie auch, dass sich anfängliche No-Gos mit der Zeit schon noch einpendeln würden. Das Problem ist: Das wird nicht passieren. Denn No-Gos sind eben No-Gos und sollten es auch bleiben.

Standards & Dealbreaker

Hemschemeier rät dazu, sich bereits vor der Partnersuche zwei Kriterien festzulegen:

1. Was sind meine Standards?
2. Was sind meine Dealbreaker?


Standards sind Kriterien bzw. Beziehungszielen, die der andere erfüllen muss, um überhaupt in Frage zu kommen. Das können sein: "Ich werde nicht angelogen", "Wir sagen uns offen unsere Gefühle", "Meine SMS werden nach 6 Stunden beantwortet", "Nach 2 Jahren Beziehung möchte ich gerne zusammenziehen" oder "Mein Partner hat keine geheimen Süchte".

Da kein Partner perfekt ist, können Standards untereinander ausgehandelt werden. "Dealbreaker sind Standards, die nicht verhandelbar sind", schreibt Hemschemeier, "Ein Dealbreaker könnte also Fremdgehen, Gewalt in der Beziehung oder mehrfaches Lügen sein." Auch hier gebe es Verhaltensweisen, die vielleicht für fast jeden einen Dealbreaker darstellen (sollten), und andere, die für jeden individuell ausfallen.

Fakt ist: Wer sich an die Standards- und Dealbreaker-Regeln hält, ist sich zuerst selbst klar, was er/sie will und was gar nicht geht. Das schützt davor, zu viel Zeit mit dem Falschen bzw. der Falschen zu verbringen und sich dadurch selbst unnötig zu blockieren und zu verletzen.

Buchtipp:

"Der Liebescode - Beziehungen von morgen", Christian Hemschemeier, Luther-Verlag, € 17,--
Der Liebescode ist ein pragmatischer Beziehungs-Ratgeber, der statt ausschweifend komplexem Psychologen-Vokabular sehr alltagsnah und modern auf Beziehungen schaut.
Hemschemeier nennt den Kern seines Beratungskonzepts „Standards und Dealbreaker“: Jeder soll sich darüber klar werden, welche Wünsche er hat, welche Grenzen, es geht um Authentizität. Dieser Ansatz ist so einfach zu verstehen, dass niemand dafür eine Übersetzer-App braucht.