Ungewollt Single? Vielleicht ist es Bindungsangst!

Ungewollt Single? Vielleicht ist es Bindungsangst!

Freundschaft Plus, Mingles oder unfreiwillige Dauersingles – nicht jeder unfreiwillige Single hat automatisch Bindungsangst. Dennoch ist dieses Muster sehr verbreitet. Daran erkennen Sie es.

Der richtige Partner lässt auf sich warten – warum sich zwischendurch nicht mit anderen vergnügen? Viele treffen dafür eine bewusste Entscheidung - bei der sich allerdings die Frage stellt, wie bewusst sie wirklich ist: Schließlich wird unser Verhalten zu bis zu 98 Prozent von unserem Unbewussten gesteuert – der "freie Wille" ist also häufig eine Illusion.
Andere wiederum stolpern von einer Halbbeziehung in die nächste – ohne, dass sie das wirklich wollen. Ist es tatsächlich nur Pech, dass sie immer wieder an den Falschen geraten und eine tiefe Partnerschaft damit gar nicht entstehen kann? In vielen Fällen nicht: Aktive und passive Bindungsangst sind häufig des Rätsels Lösung. Das bedeutet, dass ein vermeintlich Bindungswilliger immer wieder an nicht verfügbare Menschen gerät und sich wiederholt in On-Off-Beziehungen, Dreiecksbeziehungen oder Halbbeziehungen wiederfindet. Beide Fast-Partner haben oft gemeinsam, dass sie Angst vor Nähe, vor Verletzung, Vereinnahmung und vor einer bleibender Bindung haben.
Wie so oft liegen auch hier die Wurzeln dieses Musters in der Kindheit: Die Mutter war in diesen Fällen oft entweder stark abweisend oder überfürsorglich, grenzüberschreitend und bevormundend – oder eine Mischung aus abwechselnd beidem.
Bindungsangst ist kein Schicksal: Es gibt einen Weg heraus. Am besten klappt das Umlernen des "Beuteschemas" und des eigenen Verhaltens mit Coaching oder Therapie.

Irgendwann sind die meisten an einem Punkt im Leben, wo sie sich fragen: Wo ist er, der Mensch zum Bleiben – jetzt, wo wir bereit wären, uns zu binden? Aber eben nicht jeder. Über Freiheiten, Bindungsangst und Halbbeziehungen.