8 Gründe, warum Sie nicht von Ihrem Ex loskommen

8 Gründe, warum Sie nicht von Ihrem Ex loskommen

Trennungen können mühsam und schmerzhaft sein. Rein theoretisch wäre es ganz einfach, zu sagen: Was nicht gut tut, muss gehen. In der Realität ist die emotionale Trennung von einem Ex jedoch manchmal ein qualvoller Prozess, der sich über Monate oder sogar Jahre erstrecken kann. Das können die Gründe dafür sein:

1. Sie denken vor allem an das Positive

Wissenschaftler bezeichnen es als den „euphorische Erinnerung“: Die Erinnerung an vergangene Ereignisse oder Menschen rücken nach der Trennung in ein so starkes positives Licht, dass alles Negative ausgeblendet wird. Obwohl es als "Erinnerung" bezeichnet wird, ist es in den zuständigen Zentren des Gehirns tatsächlich ein sofortiges Wiedererleben und Wiedererleben der positiven Aspekte dieser Person.

2. Sie glauben: Es gibt nichts Besseres

Sie haben eine feste Denkweise entwickelt und glauben, dass der Ex das Beste ist, was Ihnen passieren konnte – und dass nichts noch Besseres mehr kommt. Wie sollten Sie auch, wenn Sie nichts anderes kennen? Sie sind an den Punkt angekommen, an dem Ihre Ansprüche in den Keller gesunken sind. Sie glauben, dass es in Ordnung ist, von einer Beziehung emotional ausgesaugt zu werden. Das Selbstwertgefühl hängt bei dieser Denkweise vom Ex ab, ganz nach nach dem Credo: "Wenn gar die Beziehung nicht funktioniert, liegt es daran, dass ich nicht gut genug war und daher auch nicht gut genug für andere Beziehungen bin."
In Wahrheit aber gibt es viele Menschen, mit denen wir kompatibel sein können. Es ist bloß wichtig, das Herz zu öffnen und neue Beziehungen zuzulassen. Hausaufgabe davor: Das Selbstwertgefühl stärken!

3. Sie haben sich selbst in der Beziehung verloren

In Beziehungen, in denen es keine gesunden Grenzen gibt oder es nicht möglich war, offen über Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen, passiert es häufig, dass zumindest einer der Partner sich in ihr verliert. Geht die Beziehung dann kaputt, kann es besonders schwierig sein, weiterzumachen. Jetzt ist es wichtig, das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl während des Trauerprozesses wiederherzustellen und ein neues, starkes Unterstützungssystem aufzubauen, das nicht von einem Partner abhängig ist. So können Sie das Trauma der Trennung hinter sich lassen und ein neues Glück im Leben finden.

4. Sie folgen Ihrem Ex auf Social Media

Haben Sie immer wieder Kontakt zu Ihrem Ex und folgen Sie ihm noch auf Social Media? Solange Sie das tun, werden Sie nicht vom ihm loskommen. Solange Sie ihn auf Social Media kontrollieren, kontrolliert er Ihr Leben!

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5. Sie glauben unbewusst, dass Sie leiden müssen

Haben Sie die unbewusste negative Überzeugung, dass Sie leiden müssen, um geliebt zu werden? Dann wird dieser Glaube ihre gesamten Beziehungsmuster auf selbstzerstörerische Art beeinflussen. Denn Fakt ist: Lieben heißt nicht leiden! Und niemand verdient es, für Liebe leiden zu müssen. Das Perfide ist: Leiden ist oft so vertraut, dass man regelrecht eine Sucht danach entwickeln kann – weil etwas anderes noch unbekannt ist, zum Beispiel nach toxischen Beziehungen. Manchmal ist das Leiden das Einzige, was von der Beziehung übrig bleibt, und manche Menschen haben Angst, auch das Leiden loslassen. Es fühlt sich also gut und vertraut an, sich schlecht zu fühlen!
Jedoch: Wer an diesem negativen Glaubensmuster festhält, blockiert den Heilungsprozess und macht sich nicht für neue, positive Erfahrungen frei.

6. Sie haben nicht angemessen getrauert

Wenn Menschen einen Verlust erleben neigen sie oft dazu, den Schmerz über diesen Verlust nicht spüren zu wollen. Die Gefühle werden demnach weggeschoben oder verdrängt. Allerdings verlängert das Unterdrücken dieser Emotionen den Heilungsprozess, denn nur wer wirklich trauert, kann anschließend befreit und glücklich sein. Alkohol gegen Liebeskummer, Partyexzesse oder Trost-Liebschaften helfen in der Trauerphase nicht!

7. Die Trennung bringt alte Traumata wieder hoch

Die eigene Vergangenheit – insbesondere die Kindheit und die damals gelernten Beziehungsmuster – beeinflussen den Trauerprozess stark. Wer in der Kindheit zum Beispiel vernachlässigt, verlassen oder sehr oft missverstanden wurde, erlebt diese damals lebensbedrohlichen Erfahrungen mit dem erwachsenen Partner jetzt nochmals. Therapie ist hier ein wirksames Mittel: In einem geschützten Rahmen können Sie schlechte Erfahrungen aus der Kindheit und aus vorigen Beziehungen aufarbeiten und in diesem Zusammenhang auch gleich ihr eigenes „Beuteschema“ bearbeiten. Welche Partner wir uns aussuchen, wird unbewusst sehr stark von den Kindheitstagen beeinflusst – und nicht immer suchen wir uns aus, was gut ist!

8. Sie haben zu viele Rechnungen offen

Trennungen werden dann besonders problematisch erlebt, wenn es schon vorher viele Verletzungen gab, die in der Beziehung nicht geheilt werden konnten. Schwierig ist es auch, wenn einer der beiden Partner besonders viel in die Beziehung investiert hat. Jetzt ist es wichtig, dass eine Klärung stattfinden kann. Steht der Ex dafür nicht zur Verfügung, muss dieser Prozess mit sich selbst durchgegangen werden. Denn nur wer wer negative Verbindungen durchtrennt, kann frei und glücklich sein. Verzeihen und Vergeben ist wichtig, um frei zu sein. Wenn Kinder im Spiel sind oder gemeinsamer Besitz, kann es auch oft heilsam sein, für sich selbst einzustehen und seine Rechte einzufordern. Hat sich Ihr Partner stark unfair und womöglich destruktiv verhalten, ist es wichtig, zu erkennen, dass dies in seiner Verantwortung liegt und nicht in Ihrer – und dass Sie als Mensch wertvoll sind.

Scham und Schuldgefühle gehören zu den stärksten Emotionen überhaupt. Und: Sie sind destruktiv.