Die Wahrnehmung von Angst beeinflusst Rauchstopp

Die Wahrnehmung von Angst beeinflusst Rauchstopp

Angst scheint mit dem Suchtverhalten in starkem Zusammenhang zu stehen.

Mit dem Rauchen aufzuhören senkt das Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrankheiten. Es verbessert die Lungenfunktion, die Sauerstoffversorgung unserer Organe und auch Aussehen und Geldbeutel profitieren vom Rauchstopp. Trotzdem tun sich viele Raucher schwer, mit dem Rauchen aufzuhören – selbst wenn bereits eine Erkrankung der Atemwege vorliegt.

Angst vor dem Aufhören

So manchem Raucher macht der Rauchstopp Angst. Sie fürchten körperliche und geistige Entzugserscheinungen, einen Verlust von Lebensqualität und einer Gewichtszunahme. Unsere Angst soll uns vor gefährlichen Situationen schützen, auch wenn die Gefahren vielleicht gar nicht real sind. Trotzdem löst Angst auch dann körperliche Symptome aus: Der Herzschlag beschleunigt sich, die Hände werden kalt und feucht, wir schwitzen, zittern, uns wird Übel, der Atem geht flach und schnell oder man bekommt schlecht Luft.

Angstsymptome als Bedrohung

Die meisten Menschen sehen diese unangenehmen Symptome der Angst als etwas Vorübergehendes. Verschwindet die Angst, lassen auch die Symptome schnell nach. Manche Menschen reagieren aber deutlich sensibler auf solche heftigen körperlichen Symptome. Sie haben eine größere Angstsensitivität als ihre Mitmenschen. Menschen mit einer hohen Angstsensitivität nehmen körperliche Angstsymptome als viel bedrohlicher wahr: Hinter dem schnellen Herzschlag z. B. vermuten sie eine drohende Herzattacke. Bei einer erhöhten Angstsensitivität versetzt einen sozusagen die Angst selbst in Angst und Schrecken.

Angstsensitivität und Verlangen

US-Forscher haben Daten einer Studie zum Rauchstopp von Asthmapatienten und Rauchern ohne Asthma dahingehend ausgewertet, ob Angstsensitivität eine Rolle beim Rauchstopp spielt. Die Ergebnisse der Forscher zeigten, dass eine Angstsensitivität das Aufhören mit dem Rauchen erschweren kann. Wichtig ist demnach, nicht nur mit dem Rauchen aufzuhören, sondern vor allem auch die Angstsymptome zu behandeln.

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal.de