Welcher Hund passt zu mir?

Welcher Hund passt zu mir?

Ein neuer Ratgeber gibt Antworten auf die Frage, die seit der Pandemie immer mehr Menschen beschäftigt.

"Hunderassen - Zoologie, Zucht und Verhalten neu betrachtet" - Der Zoologe Dr. Udo Gansloßer und seine Kolleginnen Yvonne Adler und Gudrun Braun beschreiben in ihrem neuen Buch, wie die heute lebenden Rassen entstanden sind. Die Experten erklären die molekularen Stammbäume von über 160 Hunderassen und wie sie genetisch zusammenhängen. Ein grundlegendes Werk für Züchter, Trainer und interessierte Hundehalter. Und alle, die es werden wollen.

Als Hundebesitzer kommt man oft ins Grübeln und fragt sich, woher das Verhalten des geliebten Vierbeiners eigentlich herkommt. Man fürchtet, etwas bei der Erziehung falsch gemacht zu haben und hofft, dass die kleinen Macken nur "vorübergehend" sind. Dabei ist es sehr einfach: Häufig sind die Persönlichkeit des Hundes ebenso wie Verhaltensweisen und Vorlieben auf seine Rasse zurückzuführen. Das neue Buch der Hunde-Experten Udo Gansloßer, Yvonne Adler und Gudrun Braun beleuchtet 160 Hunderassen und bringt dabei so manche Hintergründe zum Wesen der geliebten Fellnasen ans Licht. "Gerade im Bereich Training und Erziehung von Hunden bringt es einen enormen Vorteil, die rassetypischen Unterschiede zu kennen", so Hunde-Expertin Yvonne Adler.

Haustiere in Zeiten von Corona und Home Office

Das umfangreiche Werk ist auch für all jene hilfreich, die sich einen Hund anschaffen wollen. Seit viele Österreicherinnen und Österreicher teilweise oder sogar ständig im Home Office arbeiten, steigt das Interesse an Haustieren, allen voran an Hunden und Katzen. Für zukünftige Herrchen und Frauchen ist es besonders wichtig, von Anfang an ein besseres Verständnis für die haarigen Lieblinge zu entwickeln und zu verstehen, warum ihr Hund eigentlich so ist, wie er ist.
"Mit unserem Buch bekommen zukünftige HundebesitzerInnen einen guten Überblick über grundsätzliche Charaktereigenschaften und Bedürfnisse ebenso wie über weitverbreitete rassenspezifische gesundheitliche Probleme der einzelnen Hunderassen. Welcher Hund es am Ende werden soll, hängt schlussendlich von einer Reihe individueller Faktoren ab", erklärt Adler.

Haariger Held oder doch entspannter Chiller? Es kommt auch auf die Größe an

Die Körpergröße des Hundes hat tatsächlich eine Auswirkung auf das Wesen des Hundes. "So zeigen sich kleinere Hunde oftmals kühn, wagemutig und meist impulsiver und leichter erregbar. Eine Reihe von Untersuchungen zeigt allgemein, dass größere Hunde tendenziell ruhiger sind. Mit konsequentem Training können aber auch 'bellfreudige' Hunde lernen, ihr Verhalten zu ändern", erklärt Adler.
Große Hunde weisen meist eine hohe Selbstbeherrschung auf. Den Grund dafür stellt ebenfalls die Größe dar. "Ein größerer Körper hat auch ein größeres Gehirn, das mehr Platz für die Nervenleitungen zur Selbstbeherrschung hat. Daher ist die Fähigkeit zu Affekt- und Impulskontrolle bei großen Hunden allgemein aus neurobiologischen Gründen meist stärker ausgeprägt", ergänzt die Hunde-Expertin.

Buchtipp:

"Hunderassen - Zoologie, Zucht und Verhalten neu betrachtet", Udo Gansloßer, Yvonne Adler, Gudrun Braun, Franckh-Kosmos Verlag, € 70,00

Die Vielfalt der Hunderassen ist ein einzigartiges Phänomen. Der Zoologe Dr. Udo Gansloßer und seine Kolleginnen Yvonne Adler und Gudrun Braun beschreiben in ihrem neuen Buch "Hunderassen - Zoologie, Zucht und Verhalten neu betrachtet", wie die heute lebenden Rassen entstanden sind. Die Experten erklären die molekularen Stammbäume von über 160 Hunderassen und wie sie genetisch zusammenhängen, gehen auf die Erblichkeit von Verhalten und Persönlichkeit ein und zeigen auf, was dies für Zucht, Gesundheit, Erziehung und Training bedeutet. Ein grundlegendes Werk für Züchter, Trainer und interessierte Hundehalter.